Di., 05.09.2017

Neues Starkstromkabel Bauarbeiten machen Bremer Straße einspurig

Eng und unübersichtlich: Die Bremer Straße ist nur einspurig befahrbar und ein echtes Nadelöhr.

Eng und unübersichtlich: Die Bremer Straße ist nur einspurig befahrbar und ein echtes Nadelöhr. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Erst an der Windthorststraße und im Hamburger Tunnel, jetzt an der Bremer Straße: Westnetz zieht eine Schneise der Bauarbeiten durch Münsters Innenstadt. Der Grund dafür ist ein neues Starkstromkabel.

Von Anna Spliethoff

Kaum war die Baustelle an der Bremer Straße eingerichtet, sorgte sie am Freitag schon für massive Probleme. Stoßstange an Stoßstange reihten sich die Autos aneinander – der Rückstau reichte bis zum Hansaring. Der Grund für das Chaos: Auf der Höhe des Hamburger Tunnels ist die Bremer Straße derzeit nur einspurig befahrbar.

Ausgediente Kabel von 1978

Zuständig für die Bauarbeiten ist der Verteilnetzbetreiber Westnetz . In einer regelrechten Schneise reißt das Unternehmen derzeit Löcher in die Innenstadt: Vor dem Lackmuseum an der Windthorststraße, im Hamburger Tunnel, am Mittelhafen und jetzt auch an der Bremer Straße.

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„Da wird ein Starkstromkabel erneuert“, erklärte Tobias Muermann, Sprecher der Unternehmenskommunikation Westnetz, auf Anfrage unserer Zeitung. Die 110 000-Volt-Kabel müssten auf den neuesten Stand gebracht werden, so Muermann. Die ausgedienten Kabel, die nun entfernt werden, stammen aus den Jahren um 1978.

Geduld vonnöten

Die Bremer Straße habe man nur aufgemacht, weil Westnetz dort sonst einer anderen Baustelle in die Quere gekommen wäre. Die Arbeiten an der Ostseite des Hauptbahnhofs haben vor knapp zwei Wochen begonnen. An den anderen Stellen in der Innenstadt habe man, so erläutert Muermann, größere Verkehrsbehinderungen vermeiden können.

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Die Straße bleibt nicht länger als eine Woche einspurig.

Tobias Muermann

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Nicht nur Autofahrer, auch Radfahrer und Fußgänger müssen an der Bremer Straße jetzt Geduld beweisen. Weil die Autos beider Fahrtrichtungen nicht mehr zeitgleich, sondern nacheinander ein grünes Signal haben, bleibt die Ampeln für Fußgänger und Radler umso länger rot. Bereits am Montag war zu beobachten, dass manch einem Passanten die Wartezeit zu lang ist – und die Straße trotz Rotlicht überquert wird.

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Die Bremer Straße ist im Moment vor allem eins: unübersichtlich. Doch das Übel wird laut Muermann schnell vergehen: „Die Straße bleibt nicht länger als eine Woche einspurig.“



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