Mi., 20.09.2017

Preußenstadion Neuer Nackenschlag für Preußen Münster

Wann wird der neue Bebauungsplan für den Sportpark Berg Fidel fertig? 

Wann wird der neue Bebauungsplan für den Sportpark Berg Fidel fertig?  Foto: Oliver Werner

Münster - 

Ein Stadion-Neubau liegt in weiter Ferne - und jetzt hat Fußball-Drittligist Preußen Münster noch schlechte Nachrichten von Oberbürgermeister Markus Lewe bekommen.

Von Dirk Anger

Das Bebauungsplanverfahren zum Sportpark Berg Fidel entwickelt sich zu einer Hängepartie: „Frühestens im ersten Quartal 2018“ sei der entsprechende Satzungsbeschluss möglich, teilt Oberbürgermeister Markus Lewe jetzt in einem Brief dem Fußball-Drittligisten SC Preußen Münster mit. Damit reagiert Lewe auf ein Schreiben von SCP-Präsident Christoph Strässer, der unlängst auf einen schnellen Abschluss dieses Verfahrens gedrängt hatte. Für den Verein ist das von großer Bedeutung, weil die Chancen auf ein neues Stadion-Grundstück in Münster zurzeit äußerst schlecht stehen und zugleich große bauliche Veränderungen an der teils maroden Arena an der Hammer Straße ohne neuen Bebauungsplan kaum möglich sind.

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Durch Lewes Mitteilung wird indes offenbar: Der ursprünglich von der Stadt ins Auge gefasste Zeitrahmen für das gesamte Verfahren gerät immer weiter aus den Fugen. Zu Beginn hatte die Verwaltung dessen Abschluss noch für den Sommer 2016 ins Auge gefasst.

Lewe erklärt die erneute Verzögerung

Lewe führt für die neuerliche Verzögerung ins Feld, „dass zurzeit noch die eingegangenen Anregungen geprüft werden, bevor eine abschließende Ratsvorlage gefertigt werden kann“. Außerdem müsse ein Wasserversorgungskonzept erstellt werden, weil Teile des Sportparks Berg Fidels aktuell im Wassergewinnungsgebiet liegen. Dieses gehe auf einen Landeserlass aus dem April 2017 zurück. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Bebauungsplanverfahren eigentlich längst abgeschlossen sein.

Preußen-Kritik an Neubau-Kalkulation „nicht nachvollziehbar“

In seinem Brief weist der Oberbürgermeister zugleich Kritik zurück, der Stellplatzbedarf für einen Stadion-Neubau an drei möglichen Standorten in Münster sei von der Stadt viel zu hoch angesetzt worden – „nicht nachvollziehbar“, nennt Lewe den Preußen-Vorwurf. Exakte Zahlen können laut Lewe „erst im Zuge einer vertiefenden Prüfung eines potenziellen Standortsuchbereichs“ ermittelt werden. Eine solche Prüfung hatte der Verein von der Stadt eingefordert. Es gibt bislang aber keine entsprechende Verwaltungsvorlage, auch eine politische Mehrheit dafür ist aktuell nicht in Sicht.

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