Mi., 27.09.2017

Ausstellung der Caritas Die Vielfalt der Heimat

Feierten die neue Heimat (v.l.): Annegret Trahe (Leitung Caritas-Jugendwohnens), Hans-Bernd Köppen (Pfarrer St. Lamberti), Johannes Loy (Redakteur unserer Zeitung), Ulrich Hörsting (Bistum Münster), Gregor Wenzel (Caritas-Stadtverband) und Sarah Bange (Bereichsleitung Migration)

Feierten die neue Heimat (v.l.): Annegret Trahe (Leitung Caritas-Jugendwohnens), Hans-Bernd Köppen (Pfarrer St. Lamberti), Johannes Loy (Redakteur unserer Zeitung), Ulrich Hörsting (Bistum Münster), Gregor Wenzel (Caritas-Stadtverband) und Sarah Bange (Bereichsleitung Migration) Foto: anf

Münster - 

Heimat – das ist ein Geruch, ein Mensch oder ein Ort. Aber vor allem ein Gefühl. Das zeigt auch eine neue Ausstellung, die der Stadtverband der Caritas initiiert hat.

Von Anna Spliethoff

„Heimat ist ein typisch deutsches Wort“, findet Gregor Wenzel. Es sei ein Begriff mit „Licht und Schatten“. Und: „Heute gibt es auch wieder den Versuch, Heimat sehr eng zu denken.“

Gregor Wenzel ist beim Stadtverband der Caritas für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig – und hat am Mittwoch eine Ausstellung zum Thema Heimat eröffnet. Doch es gab noch einen Grund zur Freude: Das Gebäude an der Goldstraße 30 ist jetzt das „Zentrum für Migration für die Caritas“, erklärt Wenzel. Das Haus, das dem Bistum gehört, wurde der Caritas 2016 für die Flüchtlingsarbeit überlassen. 20 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge wohnen derzeit dort. Und seit August sitzt auch die Beratungsstelle des Fachbereichs Migration mit unter dem Dach.

Der Mittwoch bot einerseits einen Einblick in die neuen Räumlichkeiten, doch im Mittelpunkt stand die neue Ausstellung. Angelehnt an das Jahresmotto der Caritas, „Zusammen sind wir Heimat“, hatte Gregor Wenzel eine Idee: Zusammen mit einigen Kollegen befragte er Bewohner und Klienten in den unterschiedlichsten Einrichtungen der Caritas. Überall die gleiche Frage: Was bedeutet Heimat?

Johannes Loy, Redakteur unserer Zeitung, gab einen Eindruck, was Menschen mit dem Begriff verbinden. Er las dazu aus einem Buch „Heimat ist nicht nur ein Ort“ vor, in dem über 100 Menschen ihr Verständnis von Heimat beschrieben haben.

Das Ergebnis von Wenzels Befragungen steht nun an der Goldstraße. Strahlende Gesichter sind auf Plakaten zu sehen, darunter jeweils ein Zitat. „Heimat ist für mich, wenn ich badisch spreche“, steht zum Beispiel bei Lätita Huber (28). Althafra Makare (51) hat hingegen geantwortet: „Heimat ist dort, wo meine Familie ist.“

Wenzel ist zufrieden: „Der jüngste Teilnehmer war sieben, die älteste 103.“ Die unterschiedlichen Antworten zeigen, so sagt Wenzel, die „ganze Vielschichtigkeit“ des Begriffs. Doch für den Öffentlichkeitsbeauftragten ist noch eine andere Botschaft wichtig: „Wir wollten zeigen, dass wir alle zusammen Heimat sind, mit all den Erfahrungen, die wir gemacht haben.“



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5184537?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F