Do., 28.09.2017

TEDx-Münster: Spannende Darstellungen mit Tiefgang und Witz Gefühle und Schokolade mit Mehlwürmern

Die TEDx-Sprecher, die im Schloss ihre spannenden Ideen vorstellten.

Die TEDx-Sprecher, die im Schloss ihre spannenden Ideen vorstellten. Foto: Maria Conlan

Münster - 

Anregende, spannende, unterhaltsame sechs Stunden zum Thema ZeitenWende – das war TEDxMünster 2017. Es ging um Gefühle und Schokolade mit Mehlwürmern, interkulturelle Kommunikation und Werbung der Zukunft, begeisternde Opernwelt und Zukunftsaussichten in Sachen Digitalisierung. Dazwischen gab es Unterhaltung mit Gitarre und Gesang (Patrick Richardt), Kaffeepausen mit Fotobox und Wurfspiel und Jonglage mit Smartphone und Kaffeebecher (Martin Mall). Es war ein inspirierendes Feuerwerk guter Ideen, die nun ihren Weg durchs World Wide Web antreten.

Jeden Tag gibt es weltweit zehn TEDx-Konferenzen: eine Bühne für Menschen, die ihre Ideen vorstellen. Nach Münster waren einige Sprecher auch aus Ennigerloh, Osnabrück, Bremen, München und Amsterdam angereist. Nach monatelanger Vorbereitungszeit wurden von 90 Vorschlägen neun Personen für die Bühne am Mittwoch ausgewählt. Christoph Salzig und Carina Schmid moderierten die Konferenz. Möglich wurde sie dank vieler Partner und Sponsoren, die ebenfalls in die Aula vom Schloss gekommen waren und sich von den beeindruckenden Ideen und Gedanken der Vortragenden mitreißen ließen.

Oft gab es sehr intime, gefühlvolle Momente. Da wurde es so mucksmäuschenstill, dass selbst das Gemurmel des Simultandolmetschers auffiel. Hamed AlHamed sprach über seine Integration als syrischer Flüchtling und seinem Wunsch nach freundlichen Kontakten mit deutschen Nachbarn.

Sarai Pahla sprach offen über ihre autistische Erkrankung und die damit verbundenen Beziehungsschwierigkeiten. Nicholas Müller berichtete von seiner zehnjährigen Angsterkrankung und seinen Weg zur Zufriedenheit.

Fotostrecke: Unterhaltsame Zeitenwende

Das Milchtütenmodell von Wieland Stolzenburg erläuterte den Zuhörern, dass sie für ihre Gefühle selbst verantwortlich seien und nicht die Schuld auf äußere Umstände oder Mitmenschen abwälzen sollten. Anna Stumpf machte Geschmack auf Oper und zog erstaunliche Parallelen zu Disney & Co. Malubmo Chipofya erklärte, dass Forschung und Entwicklungshilfe ohne den Kontakt und das Gespräch mit den Betroffenen nicht gelingen kann.

Guido Ritter schlug für Insekten als Ernährungseiweißträger eine Bresche und Ralf Heller weiß, dass statt nerviger Werbung hilfreiche Marketingaktionen eine zukunftsträchtige Werbung ausmachen.

Zum Abschluss warf Iris Proff einen Blick in die digitale Zukunft mit implantierten Chips ohne Smartphone und direkter Digitalisierung unserer Gedanken. Es waren Darstellungen mit Tiefgang und Witz, anschaulich und spannend.



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