Do., 28.09.2017

Neuer JVA-Standort Im Südosten von Münster rumort es

Ein möglicher Gefängnis-Bau nahe Wolbeck verunsichert die Menschen. 

Ein möglicher Gefängnis-Bau nahe Wolbeck verunsichert die Menschen.  Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

In und um Wolbeck sind viele Menschen verunsichert, weil sie einen Gefängnis-Bau vor ihrer Haustür befürchten. Jetzt fordert die CDU Aufklärung vom Landesbaubetrieb.

Von Dirk Anger

Im Südosten der Stadt rumort es: Die Verunsicherung in der Bürgerschaft insbesondere in Wolbeck ist groß, nachdem der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes bekannt gegeben hat, dass er einen Standort für einen Gefängnis-Neubau gefunden hat. „Sollte diese Fläche in Münsters Südosten liegen – so wie es in allen Medien heißt –, dann hätten wir erwartet, dass wir mit dem Thema 'Eignung der in der engeren Auswahl stehenden Liegenschaften' befasst worden wären“, begründet der CDU-Fraktionsvorsitzende der Bezirksvertretung (BV) Südost, Franz-Josef Ruwe seinen aktuellen Antrag.

Gefängnis: BLB-Chef soll aufklären

Danach soll der Chef der BLB-Niederlassung Münster in der nächsten Sitzung der Bezirkvertretung Südost zur Informationsstrategie seiner Behörde sowie zur Einbeziehung der Bürgerschaft und Kooperation mit der Politik Stellung beziehen. Ruwe sieht sein Gremium völlig übergangen: „Dieses Verfahren rüttelt an den Grundfesten der BV-Arbeit.“

Außerdem fordert der CDU-Fraktionsvorsitzende im Südosten vom münsterischen BLB-Chef Markus Vieth genaue Informationen über die Vorzüge der vom BLB erworbenen Liegenschaft für die zukünftige JVA und über ihre Lage.

„Es ist äußerst zu bedauern, dass eine möglicherweise gute Lösung durch diese extrem unglückliche Informationspolitik belastet wird“, erklärte Ruwe gegenüber unserer Zeitung.

 

Fotostrecke: So sieht es in dem geräumten Gefängnis aus

 

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