Do., 28.09.2017

Placebotheater präsentiert fantasiereiche Europashow Man trinkt Tee in York

Auch um die Annäherungen zwischen den Partnerstädten Münster, York und Kristiansand drehte sich die Europashow des Plabebotheaters.

Auch um die Annäherungen zwischen den Partnerstädten Münster, York und Kristiansand drehte sich die Europashow des Plabebotheaters.

Münster - 

Ein Auftakt zum Städtepartnerschafts-Jubiläum Münsters mit York und Kristiansand war am Mittwochabend die „Europashow“ mit dem Placebotheater im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kultur.

Von Andreas Hasenkamp

„Freude, schöner Improfunken“ – die Vorfreude auf das Placebotheater war es, die die meisten Zuschauer anzog. Recht klein war die Zahl der York- und Kristiansand-Kenner, das ergab die auch die Publikumsbefragung des Placebo-Trios: „Wer war schon mal in Kristiansand? Yeah, wow – ganz schön wenige.“ Eine junge Dame war schon mal in York, „als ich klein war“; ein Norwegen-affines Ehepaar ist „mal durchgefahren“.

Improvisation lebt auch von den Eingaben aus dem Publikum, das sich an diesem Abend rege beteiligte – auch wenn die Kenntnisse der Besonderheiten beider Partnerstädte nicht so spezifisch waren. „Tee trinken“, lautete der Zuruf für „typisch yorkerische Tätigkeiten“.

Wie wohl der erste Kontakt zwischen den Städten ausgesehen haben mag? Und wie hätte ihn Shakespeare inszeniert? Improtheater kann auch ernst sein, unter die Haut gehen, bewies das Trio aus Ilka Luza, Eva-Maria Jazdzejewski und Marvin Meinold. Die englische Königin will erobern, der Adel macht mit, wenn Land winkt oder eine Mühle – auf geht es also mit dem Schwert ins Münsterland. Doch ein Eroberer findet Gefallen an der Förderung von Salz, von dem man bekanntlich einen Sack mit dem Münsteraner fressen muss, bis man gut Freund mit ihm ist. Er wechselt die Seite, wird vom Freund gemeuchelt. So läuft es halt.

Eingestreut findet sich ein Schülerausflug zu den 42 000 Stufen des Eiffelturms. Sonst finden sich York und Kristiansand im Fokus des fantasiereichen Spiels, das die Lachmuskel strapaziert, wenn denn das Hirn den flinken Zungen zu folgen vermag. Musikalisch virtuos begleitete Jakob Reinhardt am E-Piano.



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