Fr., 29.09.2017

Initiative Prozessionsweg zieht Bilanz Lichtermeer in aller Munde

Ein beeindruckendes Bild bot sich jetzt am Prozessionsweg: Dr. Elisabeth Hemfort und Marianne Feldmann (kl. Foto) reinigten an den Tagen danach die Windschutzbecher.

Ein beeindruckendes Bild bot sich jetzt am Prozessionsweg: Dr. Elisabeth Hemfort und Marianne Feldmann (kl. Foto) reinigten an den Tagen danach die Windschutzbecher. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Die Initiative Prozessionsweg hat einen Lichterweg ins nächtliche Dunkel gezaubert. Jetzt zieht sie Bilanz der Aktion.

Von Dirk Anger

Dieses Bild wirkt nach: Der am Samstag von Kerzenschein illuminierte Prozessionsweg hat Anwohner wie Besucher gleichermaßen in eine besondere Stimmung versetzt. Der mehr als ein Kilometer lange Lichterweg zauberte eine beeindruckende Atmosphäre, wie sie in Münster wohl einzigartig ist, in das nächtliche Dunkel: friedlich, bisweilen meditativ und gemeinschaftsstiftend.

„Immer wieder habe ich gehört: Es war wunderschön!“, bekommt Dr. Elisabeth Hemfort, eine der Organisatoren, noch Tage später zu hören. Und was sie häufig im Zuge der dritten Auflage nach 2009 und 2013 aus ihrer Nachbarschaft vernimmt: „Ich war noch nie so glücklich, hier zu wohnen.“

Erst in vier Jahren soll der Lichterweg wieder zum Leuchten gebracht werden. Dass dann einiges anders in ihrem Viertel sein wird als heute, umtreibt Elisabeth Hemfort und ihre Mitstreiter von der Initiative Prozessionsweg St. Mauritz Münster. Mit Blick auf die Kanalerweiterung und in Sorge um den geschichtsträchtigen Prozessionsweg mit seiner Lindenallee war der Verein im Mai 2007 von Anwohnern gegründet worden. „Wir wollten dem Weg eine Stimme geben.“

Am Vier-Jahres-Rhythmus festhalten

Mit der Sprache des Lichts haben rund 80 Aktive dank Tausender kleiner Teelichter den Weg und dessen Kreuzwegstationen zum Anziehungspunkt in der Nacht gemacht; an einigen Stellen erklang Musik von Bläsern, Sängern, Trompeten und Hörnern. Und Lichtbilder wie Friedenstaube oder Herz sendeten eine leuchtende Botschaft. „Das spricht die Leute an“, sagt Hemfort. Ihre Bilanz: „Ich denke, dass uns mit dem Lichterweg etwas gelungen ist, was wir mit dem Verein bezwecken: ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass der Prozessionsweg als Kulturdenkmal ein Schatz ist, der uns allen gehört, den wir bewusst wahrnehmen als Teil einer gemeinsamen Heimat.“

Für Hemfort und Mitorganisatorin Marianne Feldmann lässt diese Erfahrung auch die viele Arbeit nach dem Lichterweg vergessen: Hunderte Windschutzbecher wollen gesäubert und verpackt werden – bis zum nächsten Mal.

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Am Vier-Jahres-Rhythmus will der Verein, der bürgerschaftliches Engagement im besten Sinn pflegt, festhalten. „Wir hoffen damit, dieses Event nicht abzunutzen“, so Hemfort. Zwischendurch führt die Initiative Prozessionsweg aber noch andere Veranstaltungen durch.



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