Do., 28.09.2017

„Can-Sat“-Wettbewerb Getränkedose als Satellit

Das Team „Bowman“ vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium hat am Wettbewerb teilgenommen. Am heutigen Freitag gibt es die Ergebnisse.

Das Team „Bowman“ vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium hat am Wettbewerb teilgenommen. Am heutigen Freitag gibt es die Ergebnisse. Foto: pd

Münster - 

Selbst gebaute Mini-Satelliten haben Schüler aus fünf Bundesländern auf dem Flugplatz im niedersächsischen Rotenburg um die Wette fliegen lassen. Raketen beförderten die kleinen Geräte am Mittwoch auf eine Höhe von 1000 Metern. An Fallschirmen schwebten die Mini-Satelliten dann zurück zum Boden. Dabei sollten sie unter anderem Luftdruck und Temperatur messen.

Unter den zehn Teams, die sich in diesem Jahr für den vierten deutschen „Can-Sat“-Wettbewerb qualifizierten, sind auch Schüler aus Münster. Der Name des Wettbewerbs setzt sich aus dem englischen „Can“ für Dose und der Kurzform für Satellit zusammen.

Eine Jury wird am heutigen Freitag die Sieger bestimmen. Diese treten beim internationalen Wettbewerb der Nachwuchs-Satellitenbauer im nächsten Jahr an. Die europäische Weltraumagentur Esa richtet den Wettbewerb bereits seit 2010 aus.

Aus Münster geht das Team „Bowman“ vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium an den Start. In der Namensgebung vom Sci-Fi Klassiker „2001 – Odyssee im Weltall“ inspiriert, haben es sich die Schüler zum Ziel gesetzt, einen Satelliten zu entwickeln, der selbstständig Entscheidungen über die Aktivierung und Deaktivierung der Satellitensensorik treffen kann.

Angetrieben von der Relevanz der künstlichen Intelligenz in der heutigen Wissenschaft und ihrer prognostizierten Unumgänglichkeit innerhalb der Weltraumtechnik, möchte das Team Lösungsansätze entwickeln, die verschiedene Probleme berücksichtigt. Vor allem der begrenzten Energieressourcen und erschwerten Kommunikationsmöglichkeiten nahmen sich die Schüler an. Das Team freut sich auf eine ertragreiche Erfahrung beim Can-Sat-Wettbewerb.

Ziel des Wettbewerbs sei nicht nur, einen funktionsfähigen Satelliten in der Größe einer Getränkedose zu bauen, sagte Dirk Stiefs vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Die teilnehmenden Schüler mussten innerhalb von sieben Monaten eine komplette Raumfahrtmission planen und entwickeln.



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