Mo., 02.10.2017

Reihe „Münster.Fair.Teilen“ Fairer Handel trifft Inklusion

 Pascal Palmer Kries und Elsbeth Remke sorgten für den musikalischen Rahmen bei der Ausstellungseröffnung.

 Pascal Palmer Kries und Elsbeth Remke sorgten für den musikalischen Rahmen bei der Ausstellungseröffnung. Foto: cht

Münster - 

Mit einer Ausstellung im Stadthaussaal wurde die Veranstaltungsreihe „Münster.Fair.Teilen“ eröffnet. Sie soll den Gedanken des fairen Handelns mit dem der Inklusion verbinden.

Von Christina Jürgensen

Noch bis zum 30. Oktober läuft die Veranstaltungsreihe „Münster.Fair.Teilen“ des Beirats für kommunale Entwicklungszusammenarbeit mit Aktionen, Vorträgen und Filmen. Zum Auftakt öffnete am Samstag eine Ausstellung im Stadthaussaal, die den Gedanken des fairen Handelns mit dem der Inklusion verbindet.

Die mehrteilige Installation, bestehend aus Videoleinwänden, dokumentiert unter anderem das Projekt „inklusiv ist nachhaltig“ des Vereins „Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit“ in Essen. Auf der Grundlage der Agenda 2030, in der die Inklusion Behinderter als wichtiges Entwicklungsziel festgeschrieben ist, zeigt der Verein in der Ausstellung Beispiele für die praktische Umsetzung dieses Ziels. So organisierte der Essener Verein gemeinsam mit dem Arbeitskreis Eine Welt, dem Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit und der Europäischen Seniorenakademie Ahaus Kurse in Dülmen und Münster für ältere Menschen mit Behinderungen, die in näherer Zukunft in den Ruhestand gehen werden. „Viele dieser Menschen suchen auch weiterhin eine sinnvolle Aufgabe“, erläuterte Dr. Jutta Hollander von der Europäischen Seniorenakademie.

So entstand die Idee, diese aktiven Senioren über den fairen Handel zu informieren und für eine spätere Mitarbeit in Eine-Welt-Läden zu qualifizieren. Dazu wurden Informationsmaterial und Arbeitsblätter angepasst und in eine einfache verständliche Sprache gebracht, Filme gezeigt und mit fair gehandelten Produkten gekocht. Am Ende der Kurse waren die Teilnehmer dann fit dafür, in den Weltläden in Münster an der Hammer Straße Aufgaben zu übernehmen.

Auch die jetzige Ausstellung als Dokumentation des Projektes wurde von Menschen mit Behinderungen mit konzipiert und gestaltet, ebenso wie die Vernissage am Samstag. So sorgten Pascal Palmer Kries und Elsbeth Remke mit selbst geschriebenen Liedern eindrucksvoll für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung.

Zum Thema

Die interaktive und barrierefreie Ausstellung ist noch bis zum 29. Oktober zu sehen, montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 13 Uhr und samstags von 8 bis 12 Uhr.



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