So., 01.10.2017

Ordenstag im St.-Paulus-Dom Die Diener Gottes

Rund 150 Ordensleute trafen sich zur Heiligen Messe, die den Tag beschloss.

Rund 150 Ordensleute trafen sich zur Heiligen Messe, die den Tag beschloss. Foto: PBM

Münster - 

Ihre Gemeinschaft gefeiert und über diese Gemeinschaft als Geschenk Gottes nachgedacht haben am Samstag rund 150 Ordensleute aus dem ganzen Bistum Münster.

Denn an diesem Tag hatten der Ordensrat und die Abteilung Orden, Säkularinstitute und Geistliche Gemeinschaften des Bistums zum jährlichen Ordenstag eingeladen. Er fand zum Leitwort „Gemeinschaft als Gabe Gottes“ statt.

Am Beginn des Tages stand vormittags ein Geistliches Wort im St.-Paulus-Dom, das Schwester Dr. Nicole Grochowina gestaltete. Zum Thema „Gemeinschaft als Gabe Gottes? Geschichte und Gegenwart evangelischer Communitäten“ gab sie den Zuhören wertvolle Impulse.

Am Nachmittag konnten die Ordensleute aus mehreren Angeboten wählen. Eine Gruppe begab sich auf die Spuren des Protestantismus im überwiegend katholischen Münster, eine andere besichtigte die Apostelkirche. Eine dritte Gruppe nahm an der Führung „Hauben und Haare. Die Kunst – Der Glaube – Der Kopfschmuck“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur teil, während eine vierte sich zum Leben bekannter Menschen, die Gemeinschaft geschaffen haben, informierte und austauschte.

Höhe- und Schlusspunkt des Tages war eine Heilige Messe, die Bischof Dr. Felix Genn mit den Ordensleuten im Dom feierte. Als Konzelebranten standen ihm Bruder Benedikt M. Ende, Vor-sitzender des Ordensrates, und Dr. Jochen Reidegeld, Leiter der Ordensabteilung, zur Seite.

Der Bischof hatte von der einige Tage zuvor beendeten Vollversammlung der deutschen Bischofskonferenz in Fulda ein Zitat mitgebracht, das er an den Anfang seiner Predigt stellte: „Die Menschen werden nicht glücklich, wenn sie nur dem einen Götzen dienen, und der heißt ,Mehr‘.“ Ordensleute lebten das Gegenmodell zu dieser Aussage. Sie dienten nicht dem „Mehr“ im Sinne des Konsums, sondern Gott, dem man gar nicht genug und immer mehr dienen könne.

„Das Zeugnis, das Sie durch Ihr Leben nach den evangelischen Räten Armut, Gehorsam und Keuschheit und in Gemeinschaft geben, ist ein Gegenentwurf zu vielen Modellen, mit denen Menschen versuchen, glücklich zu werden“, unterstrich der Bischof.



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