Mo., 02.10.2017

Mit Video: Opa holt Enkel mit dem Pferd ab Schulweg mal anders

Keine Angst vor Sulfari hatte Hannes, der am Montag hoch zu Ross von Opa Hans Watzl von der Schule abgeholt wurde.

Keine Angst vor Sulfari hatte Hannes, der am Montag hoch zu Ross von Opa Hans Watzl von der Schule abgeholt wurde. Foto: gh

Münster - 

Ihn einmal mit dem Pferd von der Schule abholen, das hatte Hans Watzl seinem Enkel versprochen. Knapp 600 Kilometer wohnen die beiden voneinander entfernt. Doch das ist kein Hindernis für den Großvater. 

Von Gabriele Hillmoth

Hannes saß cool mit seinem Tornister im Sattel. Angst vor den Islandpferden des Opas hat der Grundschüler nicht. Schließlich hielt der Opa auch die Zügel fest in den Händen. Denn nach 23 Etappen erreichte Hans Watzl endlich sein Ziel: Die Bodelschwingh-Grundschule an der Gutenbergstraße in Münster.

Luisa, die jüngste Enkelin von Hans Watzl, war nicht minder stolz. Das Mädchen saß auf dem Ledersattel des „Drahtesels“ von Papa Christoph Groth und trabte mit ihm hinter der kleinen Reitgesellschaft hinterher.

Keine Zweifel an Opa Hans

Dass der Opa mit den beiden Pferden nach Münster kommt, um ihn von der Schule abzuholen, daran hatte der siebenjährige Hannes, der am Sonntag acht Jahre alt wird, keinen Zweifel.

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In 23 Etappen bewältigte Hans Watzl die Tour. Abwechselnd saß er auf dem Islandpferd Solfari und dann wieder auf Fluga, um beide Tiere nicht zu sehr zu belasten. Am Montag durfte Hannes auf Sulfari reiten, seine sechsjährige schwester kletterte in den Sattel von Fluga und wurde von Mama Karolin Groth geführt.

Vorbereitung seit Anfang des Jahres

Oma Ruth Watzl war froh, dass die Aktion gesund und ohne Blessuren verlaufen ist. Nur am Samstag beim Dauerregen, sagte Hans Watzl, sei die letzte Etappe noch einmal richtig anstrengend gewesen. Seit Anfang des Jahres bereitete sich der Pferdenarr im bayerischen Wassermungenau auf die Tour vor.

Die 225 Kinder der Bodelschwingh-Grundschule standen am Montag Spalier für Hans Watzl und für seine Vierbeiner. Die beiden Schüler Sophie und Mads trauten sich mit leckeren Äpfeln und Möhren zu den Pferden. Ein Eimer frisches Wasser stand für die Isländer bereit. Nein, Angst vor Solfari und Fluga hatte kein Kind. Schulleiterin Petra Bönisch begrüßte Hannes Opa offiziell auf dem Schulhof: „Herzlich willkommen in Münster.“

Fotostrecke: Pferde-Opa Hans Watzl: Ankunft in Münster

Am Dienstag (3. Oktober) fahren Ruth und Hans Watzl mit den Isländern im Anhänger wieder zurück. Mit im Gepäck hat der Opa von Hannes, Esther und Luisa aber auch eine Medaille der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland (VFD). Dieser zeichnete Hans Watzl mit dem Leistungsabzeichen in Gold aus. Diese Ehrung erhielt der Gast aus Franken an seinem letzten Übernachtungspunkt, dem Isländerhof Vertherland in Handorf.



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