Mo., 02.10.2017

Museum für Kunst und Kultur Kunstwerk: Löb will über LWL-Logo diskutieren

Abendliche Installation an der Museums-Fassade 

Abendliche Installation an der Museums-Fassade  Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Die Skulptur-Projekte 2017 sind vorbei, das LWL-Logo in der Kugel-Installation „Silberne Frequenz“ von Otto Piene am Landesmuseum bleibt – vorerst. Doch der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Matthias Löb, ist bereit, das in der Kulturszene umstrittene Thema öffentlich und vor allem ergebnisoffen zu diskutieren. Das versicherte am Montag erneut der Sprecher des LWL, Frank Tafertshofer.

Von Ralf Repöhler

Danach soll es möglichst noch in diesem Jahr eine breit aufgestellte Diskussionsveranstaltung über das Piene-Kunstwerk geben. Daran sollen renommierte Experten teilnehmen, weshalb es bei der Terminfindung offensichtlich zu Verzögerungen kommt. „Herr Löb möchte die Frage des Logos in einen größeren Zusammenhang stellen. Dabei geht es um die Geschichte des Kunstwerks, das Logo, aber auch, ob es Otto Piene aufgezwungen wurde“, so Tafertshofer.

Im Jahr 2014 war das Logo mitten in das Kunstwerk platziert worden – auf Betreiben des Landschaftsverbandes, dessen Museum das Landesmuseum ist. Der Künstler hatte zugestimmt.

Fotostrecke: Der Vorhang fällt - der letzte Tag der Skulptur Projekte 2017

Löb hatte bei der Eröffnung der Skulptur-Projekte Mitte Juni angekündigt, das Thema in einem „öffentlichen Symposium und mit viel Gelassenheit auszudiskutieren“. Zur Eröffnung im Landesmuseum war das Logo nach Christo-Manier verfüllt worden. Ziel war es, Pienes Kunstwerk zu befreien, stand auf einem Flugblatt, für das der Galerist Thomas Goeken verantwortlich war.

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Er sorgte zum Abschluss der Skulptur-Projekte am Samstag für eine abendliche Installation an der Fassade des Museums. Neben das beleuchtete Kunstwerk wurde der Satz projiziert: „Ich bin ein Logo und will hier raus.“

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