Di., 03.10.2017

Beratung für Haushalte mit geringem Einkommen Energiefresser auf Diät gesetzt

Dr. Henning Müller-Tengelmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster (l.), freut sich zusammen mit Kundin Waltraud Süssemilch, Projektleiter Peter Lammerding und Caritas-Vorstand Thomas Schlickum, dass in 2500 Haushalten der Stromspar-Check erfolgreich umgesetzt worden ist.

Dr. Henning Müller-Tengelmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster (l.), freut sich zusammen mit Kundin Waltraud Süssemilch, Projektleiter Peter Lammerding und Caritas-Vorstand Thomas Schlickum, dass in 2500 Haushalten der Stromspar-Check erfolgreich umgesetzt worden ist. Foto: Caritasverband

Münster - 

Seit mittlerweile neun Jahren setzen Energieberater der Caritas in Haushalten mit geringem Einkommen Energiefresser auf Diät. Durch die Beratung wird der Energieverbrauch reduziert und die Haushalte sparen Energiekosten. Mit Waltraud Süssemilch ist jetzt die 2500. Kundin beraten worden.

Caritas-Vorstand Thomas Schlickum und Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Henning Müller-Tengelmann gratulierten der Rentnerin. „Die Aktion verknüpft Sozialpolitik mit Beschäftigungsförderung und Klimaschutz“, hob Thomas Schlickum hervor, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Stadtwerke Münster unterstützen den Stromspar-Check seit Beginn: „Der Stromspar-Check ist ein nachhaltiger Dreiklang für Münster. Er vereint Energieeffizienz, Job-Chancen für Arbeitslose und Unterstützung für bedürftige Familien“, sagt Dr. Henning Müller-Tengelmann, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke. „Ein Stromspar-Check ist für die Teilnehmer zwar kostenlos, aber keinesfalls umsonst. Ohne großen Aufwand tun einkommensschwache Haushalte etwas für den Klimaschutz und sparen dabei auch noch bares Geld.“

„Insgesamt haben wir 21.000 Energiespar-Lampen, fast 2500 wassersparende Perlatoren für Wasserhähne und 1298 Wasserspar-Duschköpfe in einem Wert von 160 208 Euro eingebaut. Damit sparen die Haushalte durchschnittlich über 100 Euro der jährlichen Stromkosten. Die Stadt Münster musste 318.560 Euro weniger für Warmwasser und Heizenergie ausgeben, und der Bund sparte auch 302.183 Euro“, berichtet Projektleiter Peter Lammerding.

Waltraud Süssemilch hatte bereits einen Verdacht: „Mein Kühlschrank knurrte mir zu lange vor sich hin“, sagt die Rentnerin. Als sie am Jahresende die Stromabrechnung erhielt, war sie geschockt, 235 Euro musste sie nachzahlen. Die Energieberater Olaf Hollnack und Jugoslav Stojanovic von der Caritas ermittelten schnell bei einem Hausbesuch mit einem Messgerät: Der veraltete Kühlschrank lief fast ununterbrochen. „Wer ein geringes Einkommen wie zum Beispiel Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Grundsicherung oder Wohngeld erhält, kann die Energiefresser loswerden. Auch Rentner, die eine kleine Rente, unterhalb der Pfändungsfreigrenze erhalten, können dieses Angebot wahrnehmen. Über den Stromspar-Check wird der Kauf eines neuen A+++-Geräts finanziell unterstützt“, berichtet Olaf Hollnack. So konnte der neue Kühlschrank mit 150 Euro bei Frau Süssemilch bezuschusst werden, heißt es weiter.

„Durch Beratung, Zuschuss und Energiesparartikel kann ich meinen Verbrauch deutlich senken und voraussichtlich circa 230 Euro im Jahr sparen“, freut sich Waltraud Süssemilch.



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