Di., 03.10.2017

Musikcampus Rückenwind für Pläne von Stadt und Uni an der Hittorfstraße

Musikcampus: Rückenwind für Pläne von Stadt und Uni an der Hittorfstraße

Die Uni ist fest entschlossen, die Plänen für einen Musikcampus weiterzuverfolgen. Foto: dpa

Münster - 

Oberbürgermeister Lewe stellt sich hinter die Pläne, einen Musikcampus an der Hittorfstraße zu errichten. Es sei die einzige Option, die musikalischen Aktivitäten in Münster zu bündeln.

Von Ralf Repöhler

Rückenwind für die Pläne eines Musikcampus am Coesfelder Kreuz: Bei der Eröffnung der neuen Spielzeit am Theater Münster sprach Oberbürgermeister Markus Lewe am Sonntagabend mit Blick auf die Hittorfstraße von einer „reellen Chance, künftig die musikalischen Aktivitäten von Stadt und Universität in einem gemeinsamen Campus mit praktikablem Betriebsergebnis zu bündeln.“ Ähnliches hatte er bereits bei der Haushaltseinbringung im Rat gesagt.

„Die von mir mit der Universitätsspitze beabsichtigte Errichtung eines verkehrsgünstig gelegenen Musikcampus auf dem Unigelände an der Hittorfstraße ist die einzige Option, in Münster zu einer Bündelung der musikalischen Aktivitäten und Ambitionen inklusive einer großen Konzert- und Kongressbühne zu kommen“, sagte Lewe, „weil es ein Betreiberkonzept der Universität gibt, das nicht dem Bürgerwillen der Münsteraner widerspricht“. Das Vorhaben stärke Münster als Wissenschaftsstadt und die strategische Partnerschaft zwischen Stadt und Hochschulen.

Hörsterplatz so gut wie vom Tisch

Der Sprecher der Westfälischen Wilhelms-Universität, Norbert Robers, unterstrich am Montag, dass die Uni fest entschlossen sei, die Pläne weiterzuverfolgen. „Für die Stadt, die Uni und die Bürger wäre das die optimale Lösung“, so Robers. Gespräche würden sowohl auf Spitzen- als auch auf Arbeitsebene geführt. Nach Informationen unserer Zeitung soll es möglichst noch in diesem Jahr einen Termin mit der neuen NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen geben.

Auf dem Unigelände an der Hittorfstraße, wo das alte Pharmaziegebäude steht, sollen die Musikhochschule und die Musikschule der Stadt neu entstehen. Dazu sollen Kongressmöglichkeiten geschaffen werden. Herzstück soll ein Kongresssaal mit Platz für über 1000 Zuschauer sein, der auch als Konzertsaal zu nutzen ist.

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Die Pläne für ein Kultur- und Bildungsforum auf dem Hörsterplatz sind nach einem negativen Gutachten so gut wie vom Tisch.



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