Fr., 06.10.2017

Unterbringung von Flüchtlingen Erstaufnahme in Kasernen bis 2019

 

  Foto: hpe

Münster - 

Unabhängig von den beginnenden Planungen für ein großes Wohngebiet auf dem Areal der ehemaligen York-Kaserne in Gremmendorf wird die Stadt ihre beiden Landes-Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge dort und in der Oxford-Kaserne mindestens bis Ende 2018 weiter betreiben.

Von Helmut Etzkorn

Die beiden Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes für Flüchtlinge in den ehemaligen York- und Oxford-Kasernen werden zumindest bis Ende 2018 weiter in Betrieb bleiben. Allerdings wechselt die Zuständigkeit für das Personal.

Die aus Sicht der Stadt bewährte Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) muss aus „vergaberechtlichen Gründen“, so die Stadt, zum Jahresende beendet werden. Der ASB stellt aktuell 17 Mitarbeiter, die Stadt weitere sechs. Zum Jahresende laufen die Verträge aus. Um die mit dem Land vereinbarte Registrierungskapazität von 75 Menschen pro Tag ab dem 1. Januar 2018 weiter sicherstellen zu können, wird die Stadt die sechs eigenen Stellen um ein Jahr verlängern und 23 Dienstposten neu ausschreiben.

„Das bewährte ASB-Personal kann sich bei der Stadt bewerben, und dazu besteht auch eine hohe Bereitschaft. So wird eine Personalkontinuität gesichert“, sagt Norbert Vechtel vom Personal- und Ordnungsamt. Die Kosten erstattet das Land.

Umbau der York-Kaserne in Wohnquartier

Auch wenn 2018 damit begonnen wird, die York-Kaserne in ein großes Wohnquartier umzuwandeln, könne laut Stadt der Betrieb der Einrichtung „ungehindert fortgesetzt werden“. Vechtel: „Mit der Entwicklung des neuen York-Quartiers in räumlich und zeitlich sinnvollen Bauabschnitten kann unabhängig von der Erstaufnahmeeinrichtung begonnen werden. Wenn 2019 die Aufnahmeeinrichtung in der York-Kaserne aufgegeben wird, steht Platz für weitere 600 von insgesamt 1800 Wohnungen zur Verfügung.

Die 1500 Plätze in den beiden Erstaufnahmeeinrichtungen werden auf die kommunale Quote der Aufnahmeverpflichtung angerechnet. Rund 500 Plätze sind derzeit belegt. Die Einrichtungen sind eine Entlastung, weil die Stadt sonst mehr Unterbringungskapazitäten bereitstellen müsste. Aktuell ist die Quote mit 115 Prozent sogar übererfüllt.

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