Do., 12.10.2017

Preußenstadion Schwarz-Grün erklärt Suche nach neuem Stadionstandort in Münster für beendet

In die Jahre gekommen: das städtische Stadion an der Hammer Straße in Münster 

In die Jahre gekommen: das städtische Stadion an der Hammer Straße in Münster. Foto: Oliver Werner (Archiv)

Münster - 

In der monatelangen Debatte um einen neuen Stadion-Standort hat die schwarz-grüne Ratsmehrheit jetzt ihren Vorschlag auf den Tisch gelegt.

Von Dirk Anger

CDU und Grüne wollen das in die Jahre gekommene, städtische Preußen-Stadion an der Hammer Straße modernisieren, wenn Fußball-Drittligist Preußen Münster ein „klares Bekenntnis“ zu diesem Standort ablegt. Das sieht ein Rats­antrag der beiden Fraktionen vor, über den am kommenden Mittwoch abgestimmt werden soll.

„Für einen ,Preußen-Plan′ als realistische Handlungsstrategie für das Stadion an der Hammer Straße“ ist der Antrag überschrieben. Dieser erklärt die bisherige, von Vereinsseite geforderte Suche nach einem neuen Stadionstandort in Münster für beendet. Im Kern stellt das Papier fest, dass „sich im Prüfprozess kein möglicher Standort identifizieren ließ, der alle städtebaulichen, verkehrlichen und den Immissionsschutz betreffenden Anforderungen erfüllt“. Außerdem wird dem Bau von Wohnungen samt Kitas und Schulen angesichts der angespannten Haushaltslage Vorrang eingeräumt vor einem städtischen Engagement „für ein Stadion für den Profi-Fußball“.

Kein Hinweis zur Finanzierung

Nach Ansicht von CDU und Grünen soll das Bebauungsplanverfahren für ein modernes, 20.000 Zuschauer fassendes Stadion an der Hammer Straße „zügig zum Satzungsbeschluss“ führen. Danach soll die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit dem SC Preußen ein Realisierungskonzept inklusive Finanz- und Wirtschaftsplan entwickeln. Dem Verein soll angeboten werden, Ausbau und Betrieb des Stadions in eigener Regie zu übernehmen.

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Zur Finanzierung findet sich in dem Antrag kein Hinweis. Zwei Optionen gelten als denkbar: Die Stadt bezahlt den Ausbau des Stadions und verpachtet kostendeckend an den Verein, oder die Kommune gibt einen Kredit an die Preußen, die als Bauherr auftreten wie bei der Haupttribüne. In zwei anderen Punkten ist der Antrag dagegen deutlich: Die Tribünensanierung soll unter Beachtung des Lärmschutzes für die Anwohner erfolgen. Ferner ist ein Bahnhaltepunkt „Hammer Straße/Preußen“ geplant.

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