Mi., 18.10.2017

Erstaufnahme und Flüchtlings-Ankunftszentrum Knapp 200 Mitarbeiter verlieren Arbeitsplatz

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, BAMF, residiert in der York-Kaserne in Gremmendorf.  

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, BAMF, residiert in der York-Kaserne in Gremmendorf.   Foto: Günter Benning

Münster - 

Durch die Schließung der Landes-Erstaufnahmeeinrichtungen und des Ankunftszentrums für Flüchtlinge in Münster verlieren Anfang des Jahres rund 200 Mitarbeiter ihre Arbeit.

Von Helmut Etzkorn

Mit der städtischen Ankündigung, die Flüchtlings-Erstaufnahme-Einrichtungen des Landes in der Oxford-Kaserne zum Jahresende und in der York-Kaserne im März 2018 zu schließen, verlieren alle dort Beschäftigten ihre Arbeitsplätze. Auch das Ankunftszentrum für Flüchtlinge, betrieben durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auf dem York-Gelände, wird dann nicht mehr gebraucht und schließt. Insgesamt sind knapp 200 Mitarbeiter betroffen, gut zwei Drittel mit befristeten Verträgen.

„Dem Bundesamt ist bewusst, dass diese Standortentscheidung einen unerwarteten und belastenden Einschnitt in die persönlichen Planungen der Mitarbeiter darstellt, sie haben in den vergangenen zwei Jahren mit großem Engagement das Ankunftszentrum aufgebaut“ so BAMF-Präsidentin Jutta Cordt. Man möchte möglichst vielen Mitarbeitern „auch weiterhin eine berufliche Perspektive bieten“, so Cordt. Dafür sähen sich Stadt, Land und Bundesamt in einer gemeinsamen Verantwortung.

Ratsentscheidung im Dezember

In den Erstaufnahme-Einrichtungen stellte der Arbeiter-Samariter-Bund 17 Mitarbeiter. Deren Vertrag wäre zum Jahresende zwar ohnehin beendet worden. Sie sollten dann die Möglichkeit geboten bekommen, weiter unter städtischer Regie in der Erstaufnahme zu arbeiten. Das fällt nun flach.

„Alle Betroffenen behalten bis Ende März 2018 ihren Arbeitsplatz“, so der stellvertretende Chef des Ordnungs- und Personalamtes, Norbert Vechtel. Parallel dazu werde gerade damit begonnen, die Basisdaten für die künftige Zentrale Ausländerbehörde (ZAB) zu ermitteln, die ab 2018 in Münster in einem Verwaltungsgebäude errichtet wird.

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Die ZAB betreut überregional Asylbewerber in der Erstaufnahme und ist auch für die Abschiebung zuständig. Sie wird rund 90 Mitarbeiter haben und beim Personalamt angesiedelt. Der Rat entscheidet im Dezember. Eine Chance für BAMF-Mitarbeiter in Münster. „Interessierten könnten die beim Bundesamt erworbenen Kenntnisse für die neue Aufgabe zu Gute kommen“, so das BAMF.

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