Do., 19.10.2017

Stellungnahme von Preußen Münster SCP: „Kein Blanko-Bekenntnis zur Hammer Straße“

Soll nun ausgebaut werden: das Preußen-Stadion an der Hammer Straße.

Soll nun ausgebaut werden: das Preußen-Stadion an der Hammer Straße. Foto: Jürgen Peperhowe (Archiv)

Münster - 

Der SC Preußen Münster zeigt sich enttäuscht über die Entscheidung des Rates, einen Stadion-Neubau nicht weiter zu verfolgen.

Das Präsidium und der Aufsichtsrat des SC Preußen Münster bedauern die Entscheidung des Rates, Pläne für den Neubau eines bundesligatauglichen Stadions auf dem Gebiet der Stadt Münster nicht weiter zu verfolgen. „Wir sind der Meinung, dass mit dieser Entscheidung eine große Chance vertan wurde, den Standort Münster durch Errichtung eines modernen, privat finanzierten Stadions im Wettbewerb der Kommunen und Regionen nachhaltig zu stärken“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

„In den zurückliegenden Gesprächsrunden zwischen Verein und Verwaltung bzw. Politik haben wir seitens des Vereins immer wieder deutlich gemacht, dass der Neubau eines Stadions auf dem Gebiet der Stadt Münster absolute Priorität bei der Gestaltung der Zukunftsfähigkeit des SC Preußen Münster hat. Nachdem diese Option nun nicht mehr besteht, sind wir selbstverständlich bereit, aus Verantwortung gegenüber dem Verein, seinen Mitgliedern und Fans intensiv, konstruktiv und ernsthaft über die nunmehr noch bestehenden Möglichkeiten in Gespräche einzutreten und zu einer zeitnahen Lösung zu kommen“, schreibt der Verein weiter.

Deshalb werde man selbstverständlich, wie auch schon in der Vergangenheit, das Angebot annehmen, über den Ausbau/die Sanierung des Standortes Hammer Straße in konkrete Verhandlungen einzutreten. Allerdings: „Ein Blanko-Bekenntnis des SC Preußen zu diesem Standort kann es nicht geben, zumindest solange nicht, bis wir wissen zu was wir uns bekennen und wer die Ergebnisse letztendlich zu finanzieren hat.“ Auch hierzu habe es in den zurückliegenden Verhandlungen immer wieder klare Anforderungen gegeben. „Wir sehen deshalb den konkreten Vorschlägen seitens der Stadt mit großer Erwartung und Spannung entgegen.“

Gespräche mit Nachbargemeinden werden fortgesetzt

Des Weiteren gebiete es die Verantwortung auch, die Gespräche mit den Repräsentanten von Gemeinden in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadt Münster fortzusetzen, die in den letzten Wochen und Monaten signalisiert haben, dass der SC Preußen Münster bei Ihnen willkommen ist und in denen Liegenschaften existieren, die für die Realisierung eines solchen Leuchtturmprojekts bestens geeignet sind. Dies sei auch deshalb erforderlich, weil auch nach einem entsprechenden Beschluss des Rates der Stadt Münster keinesfalls gewährleistet sei, dass das Vorhaben an dieser Stelle auch tatsächlich realisierbar sei.

„Die Geschichte eines potenziellen Umbaus an der Hammer Straße ist endlos, entsprechende Planungsvorhaben sind seit den 80-Jahren des vergangenen Jahrhunderts immer wieder vorgestellt, aber aus den verschiedensten Gründen nie umgesetzt worden. Auch weisen wir mit aller Zurückhaltung darauf hin, dass eine potenzielle Standortinitiative in Senden-Bösensell vom Oberbürgermeister der Stadt Münster selbst in die Verhandlungen eingebracht wurde.“

Bekenntnis der Stadt gefordert

Der Verein schreibt weiter: „Die Entscheidung ist gefallen – endlich. Das ist gut, auch wenn wir uns eine andere Lösung gewünscht hätten.“ Nun gelte es, die Zukunft zu gestalten. „Wir brauchen zukunftsfähige und zeitnahe Lösungen – und ein klares Bekenntnis unserer Stadt Münster, dass der SC Preußen 06 e.V. Münster als wichtiges Aushängeschild weiter einen wichtigen Platz einnimmt und damit auch eine klare Aussage dazu, dass in dieser Stadt auch Leistungssport und Profifußball ihre Heimat haben.“



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