Sa., 28.10.2017

Hauptportal wird geöffnet Spektakuläre Installation in St. Lamberti

So ähnlich wie vor einem Jahr der Kölner Dom soll kommende Woche St. Lamberti erstrahlen.

So ähnlich wie vor einem Jahr der Kölner Dom soll kommende Woche St. Lamberti erstrahlen. Foto: Rupert König

Münster - 

Am Reformationstag und zu Allerheiligen findet in St. Lamberti eine außergewöhnliche Kunstinstallation statt. Dafür wird sogar zum ersten Mal seit langer Zeit das Hauptportal am Prinzipalmarkt geöffnet.

Von Martin Kalitschke

So haben Besucher die St.-Lamberti-Kirche noch nie erlebt: ein blauer Lichttunnel, elektronischer Sound und ein eigens kreierter Duft für den Kirchenraum. Bei der Kunstinstallation „VitaMorphose“ am Dienstag (31. Oktober) und Mittwoch (1. November) wird sich die St.-Lamberti-Kirche in einen mystisch-emotionalen Raum verwandeln. Bürger, Besucher der Stadt, Passanten – alle sind eingeladen, einen Blick in die Kirche zu werfen und Reformationstag und Allerheiligen ästhetisch und spirituell zu erleben, berichtet das Bistum.

„Wir möchten, dass die Kirche ein offener Ort ist“, erklärt Pfarrer Detlef Ziegler, der mit Pfarrer Hans-Bernd Köppen die Pfarrei St. Lamberti seit rund zwei Monaten leitet. „Kirche hat auch einen Kulturauftrag, gerade die St.-Lamberti-Kirche als zentrale Marktkirche.“ Unterstützt wird die Pfarrei neben dem Stadtdekanat vor allem von den Konzeptkünstlern Rupert König und Marius Stelzer, die als Pastoralreferenten in Münster tätig sind und Erfahrungen mit Lichtinstallationen haben.

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Laser, Licht und Musik

Im vergangenen Jahr hatten sie eine vergleichbare Installation mit dem Titel „silentMod“ im Kölner Dom anlässlich der Computerspielmesse „GamesCom“ verwirklicht und so an drei Abenden mehr als 50 000 Jugendliche und Erwachsene angesprochen. Für die St.-Lamberti-Kirche haben sie nun ein eigenes künstlerisches Konzept entwickelt.

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Wir möchten, dass die Kirche ein offener Ort ist.

Pfarrer Detlef Ziegler

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„Wir möchten hervorheben, was schon im Kirchenraum vorhanden ist“, erklärt König. Die Künstler haben das Fest Allerheiligen im Blick, an dem der Verstorbenen gedacht wird. „Die Angst vor der Vergänglichkeit unseres Lebens und die Hoffnung auf ein ewiges Leben bei Gott, das ist die Polarität, die viele von uns täglich beschäftigt“, sagt er. Laser, Licht und Musik sollen diese Gedanken in der gotischen Hallenkirche sichtbar und erlebbar machen. Bestandteil der Installation ist an beiden Abenden ein Gottesdienst um 18 Uhr.

Geöffnetes Hauptportal

Schon von außen wird einiges anders aussehen. So wird das Hauptportal der Kirche geöffnet sein, das sonst verschlossen ist. Als Blickfang soll der blau ausgeleuchtete Turm dienen. Innen leiten drei farbige Lichtstrahlen am Taufbecken den Besucher durch einen Lichttunnel hin zu den drei Chorfenstern am anderen Ende der Kirche. Lichtakzente sollen Tod und Auferstehung am Anfang und Ende des Lebensweges verdeutlichen. In der Sakramentskapelle wird mit Namen und Kerzen der verstorbenen Münsteraner des vergangenen Jahres gedacht.

Mit allen Sinnen sollen die Besucher den Raum erleben. Dazu gehört für die Veranstalter auch ein ansprechender Geruch. „incence 2.0“ heißt der Duft, der dezent im Kirchenraum wahrnehmbar sein wird.

Beginn ist am 31. Oktober und am 1. November jeweils um 17 Uhr. Nach der Abendmesse um 18 Uhr inmitten der Lichtinstallation geht es bis Mitternacht mit der „offenen Kirche“ weiter. Der Zugang ist nur über den Haupteingang möglich.



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