Do., 02.11.2017

Premiere des Café Intact Blasorchester trifft Rock ‘n‘ Roller

Ein Abend zwischen Klassik und Rock ‘n‘ Roll:  „Jenny and The Steady Go´s“ (oben) begeisterten ebenso wie das Orchester der Bläservereinigung unter der Leitung von Philip Watts mit ihrem Programm „Café Intact“.

Ein Abend zwischen Klassik und Rock ‘n‘ Roll:  „Jenny and The Steady Go´s“ (oben) begeisterten ebenso wie das Orchester der Bläservereinigung unter der Leitung von Philip Watts mit ihrem Programm „Café Intact“.

Münster-Albachten - 

Über einen vollen Saal und viel Applaus freuten sich Akteure und Organisatoren der siebten Auflage der Konzertgala in Albachten. Das Blasorchester spielte unter der Leitung von Philipp Watts auf und begeisterte auch mit hochklassigen Solisten.

Von Annegret Lingemann

Im elegant dekorierten Eingang ein roter Teppich, darüber ein weißer Baldachin und Traversen, an denen viele Lichter leuchtete: Ein Hauch von Broadway wehte zum Auftaktkonzert des Café Intact durch das Haus der Begegnung in Albachten.

Auch der große Saal war festlich verwandelt: auf runden weißgedeckten Tischen hohe fünfarmige Kerzenhalter und an der Decke Kronleuchter – kurzum, die Konzertshow der Bläservereinigung, trumpfte mit einer echten De-Luxe-Inszenierung auf.

Die Premiere der siebten Auflage der Albachtener „Institution“ überzeugte das Publikum aber auch musikalisch. Auf den Tag genau vor 24 Jahren fand das erste Café Intact statt, da allerdings noch in der alten Turnhalle der Grundschule. Der Dirigent war damals wie heute Philip Watts, ein gelernter Musiker der britischen Armee, der nach Auflösung des Militärorchesters nicht nach England zurückkehrte. Als Dirigent des Blasorchesters feiert er mittlerweile sein 25-jähriges Dienstjubiläum in Albachten.

Für manche der 45 Mitglieder zwischen 15 und 80 Jahren ist das Orchester eine Art Familienunternehmen, einige mit drei Generationen. Durch das Programm des Abends führten Anke Eggelsmann und Martin Thiedig. Das begann lichttechnisch und musikalisch fulminant mit dem „Sonnenaufgang“ von Richard Strauß aus „Also sprach Zarathustra“. Weitere Orchesterstücke waren ein Glenn-Miller-Medley, Filmmusik aus „Aladdin“ sowie die „Bohemian Rapsody“ und „Don‘t stop me now“ von Queen.

Aber auch Solisten traten mit beachtlichen Leistungen auf die Bühne: Lisa Trentmann („Lied an den Mond“ aus „Rusalka“) und Judith Roesmann („I‘m so excited“, Pointer Sisters) sowie Silvia Terbrack mit Michael Jacksons „Thriller“ auf der Querflöte, Benedikt Hülsken mit „Saving all my love“ (Whitney Houston) auf der Posaune und Manfred Roesmann mit dem Klassiker „What a wonderful world“ von Louis Armstrong auf der Trompete ernten reichlichen und anhaltenden Applaus für ihre gelungenen Darbietungen.

Eine fetzige Rock ‘n‘ Roll Einlage bot die münsterische Band „Jenny and the Steady Go‘s“. Mit Klavier, E-Gitarre, Bass, Schlagzeug und ihrer temperamentvollen Sängerin Jenny sorgten sie für ausgelassene Stimmung im Saal des Hauses der Begegnung. Eine Pause gab es beim Café Intact nicht, aber an alle die Einladung zur After-Show-Party.

Neben der Bitte um Unterstützung für eine neue Bestuhlung für das Haus der Begegnung wünschten sich die Veranstalter auch Spenden für den ambulanten Hospizdienst „Königskinder Münster“.



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