Do., 02.11.2017

Neue Konzepte Ideengeber für Kulturforum auf dem Hörsterparkplatz lassen nicht locker

Der Hörsterparkplatz: Eine Neugestaltung ist schon seit Jahren immer wieder mal ein Thema.

Der Hörsterparkplatz: Eine Neugestaltung ist schon seit Jahren immer wieder mal ein Thema. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Zwei Gutachten geben den hochtrabenden Plänen eines Kultur- und Bildungsforums kaum eine Chance: Doch die Ideengeber stecken nicht auf.

Von Dirk Anger

Die Ideengeber für ein Kultur- und Bildungsforum auf dem Hörsterparkplatz lassen nicht locker. Obwohl zwei Gutachten und in der Folge die Stadtverwaltung deren Vorhaben als kaum realisierbar ansehen, wollen Projektentwickler Christoph Deckwitz (VI Group) und Architekt Hans-Otto Höyng Überzeugungsarbeit in ihrem Sinn leisten. Dazu haben sie sich der Ideen prominenter Planer versichert.

Die, wie es heißt, international tätigen und konzertsaalerfahrenen Architekten Jo Coenen (Maastricht), Peter Wilson (Münster) und Jan Kleihues (Berlin) haben im Auftrag von Deckwitz und Höyng Konzepte für den Hörsterparkplatz entwickelt. Diese sollen am kommenden Montag einem ausgewählten Kreis von Entscheidern aus Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft vorgestellt werden.

Lewe setzt auf Hittorfstraße

„Wir haben die Gutachten intensiv gelesen und auf Bedenken reagiert“, erklärt Deckwitz unter Verweis auf die geäußerten Vorbehalte in den beiden von der Stadt in Auftrag gegebenen Expertisen. Letztere gaben einem Kultur- und Bildungsforum mit einem Konzertgebäude mit 1200 Plätzen, Wohnungsnutzung sowie Bildungsreinrichtungen wie Volkshoch- und Musikschule auf städtischen wie privaten Flächen keine Chance: zu wenig Platz, eine Musikhalle in zweiter Reihe, kaum finanzierbar – so lauteten einige der Negativpunkte aus den Gutachten.

Auf die Kritik an ihrem Konzept haben Deckwitz und Höyng mit dem „Ideenwettbewerb“ der drei Architekten reagiert. Deren Entwürfe würden „anregende und positive Impulse geben, die nichts mit Hinterhof zu tun haben“, zeigt sich Projektenwickler Deckwitz, dessen Familie in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hörsterparkplatz ein Hochhaus gehört, zuversichtlich. Dem Platz bescheinigt er „ganz großes Potenzial“ für eine Anknüpfung an die Innenstadt.

Zielgerichtete Gespräche mit Stadt beginnen

Dennoch scheint eine Konzerthalle auf der Hörsterparkplatz weit weg: Oberbürgermeister Markus Lewe setzt jedenfalls in Zusammenarbeit mit der Universität auf einen Musikcampus an der Hittorfstraße.

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Von der Vorstellung der Entwürfe namhafter Architekten versprechen sich Deckwitz und Höyng dagegen einen Schub für ihre Pläne: „Wir hoffen, damit den Dialog zur Entwicklung des Hörsterparkplatzes wieder eröffnet zu haben“, heißt es. Gleichzeitig hoffe man, die Gespräche mit der Stadt neu und zielgerichtet beginnen zu können. „Ohne einen politischen Willen kann kein Kultur- und Bildungsforum dieser Stärke und architektonischen Ausstrahlung entstehen.“

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