Fr., 03.11.2017

Winterdienst startklar Die Glätte kann kommen

Die Salzberge in der Halle der städtischen Abfallwirtschaftsbetriebe an der Rösnerstraße sind aufgetürmt. Insgesamt stehen 3600 Tonnen parat. Das reicht für mindestens zwölf „große Einsätze“ im gesamten Stadtgebiet.

Die Salzberge in der Halle der städtischen Abfallwirtschaftsbetriebe an der Rösnerstraße sind aufgetürmt. Insgesamt stehen 3600 Tonnen parat. Das reicht für mindestens zwölf „große Einsätze“ im gesamten Stadtgebiet. Foto: hpe

Münster - 

Der städtische Winterdienst ist für die kalte Jahreszeit gerüstet: Insgesamt 3600 Tonnen Streusalz und 450 Tonnen Lavagranulat sind eingelagert. Im Fuhrpark stehen 35 Räum- und Streufahrzeuge für Straßen und Radwege. Bis zu 250 Mitarbeiter rücken bei Schnee und Eis aus.

Von Helmut P. Etzkorn

Es ist zwar draußen etwas ruppiger geworden, von Nachtfrösten ist Münster aktuell jedenfalls noch weit entfernt. Dennoch steht der Winterdienst der städtischen Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM) seit Freitag komplett ausgerüstet in den Startlöchern. Im Lager an der Rösnerstraße sind 3600 Tonnen Salz und 450 Tonnen Lava-Granulat gelagert.

Rutschpartien besonders im Morgengrauen

„Das reicht für zwölf große Einsätze mit allen 35 Räum- und Streufahrzeugen und 250 Mitarbeitern gleichzeitig“, so Winterdienst-Einsatzleiter Burkhard Lotz. Und zumindest in einem „durchschnittlichen Winter“ braucht auch kein Streumaterial nachgeordert werden.

Sinkt die Temperatur auf Werte kurz über dem Gefrierpunkt, werden nachts Kontrollfahrten über Brücken angeordnet. Erfahrungsgemäß ist dort die Gefahr von überfrierender Nässe besonders groß. Gefährliche Rutschpartien drohen besonders im Morgengrauen.

Immer häufiger Flüssigsohle aus Salz und Wasser

Bei so genannter trockener Kälte ohne Schneefall setzen die Abfallwirtschaftsbetriebe inzwischen immer häufiger Flüssigsole ein. Der Mix aus Wasser und Salz zieht zwei Tage zieht in die Asphaltdeckschicht ein und verhindert eine Glättebildung schon in der Entstehungsphase.

„Weil sich dieses Feuchtsalz-System auf Brücken und in unseren Test-Außenrevieren Wolbeck, Nienberge, Gelmer und Sprakel bewährt hat, werden wir die Sole künftig noch häufiger einsetzen“, so Lotz. Das vorsorgliche Streuen verringert mittelfristig den Salzverbrauch und erhöht die Verkehrssicherheit, glaubt der Einsatzleiter. Die Flüssigsole wird auf dem AWM-Gelände produziert, zwei Fahrzeuge mit einem Tankinhalt von 10.000 Litern stehen parat.

In Nebenstraßen wird nicht gestreut

Insgesamt betreuen die AWM ein Netz von 1800 Straßenkilometern. Dazu kommt 500 Kilometer Radwege. Vorwiegend Hauptverkehrsstraßen, auf denen Buslinien unterwegs sind, werden ebenso wie die Haltestellen schnee- und eisfrei gehalten. Auf Nebenstraßen wird nicht geräumt oder gestreut. Für die Fußwege vor der eigenen Haustür sind die Grundstückseigentümer verantwortlich.

Schnee und Glätte müssen zwischen 7 und 20 Uhr so schnell wie möglich von den Anwohnern beseitigt werden. Salz darf nur auf Rampen, Brücken und Treppenaufgängen als Auftaumittel verwendet werden. Die AWM rät zu abstumpfenden Mitteln wie Sand, Splitt oder Granulat. Lotz: „Bürger sollten sich das Abstreumaterial am besten schon bald auf Vorrat kaufen. Dann werden sie von der ersten Glätte nicht kalt erwischt.“

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