So., 05.11.2017

Messe-Bilanz 12.500 Besucher bei „Zimt und Sterne“

Baumkuchen am Spieß: Konditormeister Heinz Kleine zeigt in der Backarena bei der Messe „Zimt und Sterne“, wie der süße Adventsgenuss gelingen kann.

Baumkuchen am Spieß: Konditormeister Heinz Kleine zeigt in der Backarena bei der Messe „Zimt und Sterne“, wie der süße Adventsgenuss gelingen kann. Foto: hpe

Münster - 

Lukullische Genüsse für die Adventszeit standen bei der Messe „Zimt und Sterne“ im Mittelpunkt. 12.500 Besucher kamen am Wochenende in die Halle Münsterland. Nicht alle waren zufrieden.

Von Helmut P. Etzkorn

Da dürfen sich zumindest die Zuschauer in der ersten Reihe mal eine süße Scheibe vom Meister höchstpersönlich abschneiden lassen: Konditor Heinz Kleine zeigt in der Backarena bei der Weihnachtsmesse „Zimt und Sterne“ am Sonntagmorgen in der Halle Münsterland, wie aus Butter, Eiern, Mehl und Backpulver Schicht für Schicht am drehenden Spieß ein Baumkuchen entsteht. „Verfeinert mit einer Aprikosen-Marzipanfüllung und übergossen mit wohl temperierter Schokolade ein Hochgenuss“, verkündet Kleine. Und eine ganze Adventszeit haltbar.

So lange müssen Elke Marnim und Maria Peine aus Brochterbeck nicht warten, sie probieren ein Stück von der Kuchenrolle und sind begeistert. „Eigentlich hat sich die Messe jetzt schon gelohnt“, meint Maria Peine. Und freut sich auf Ralf Ilgemann, der gleich nach seinem Kollegen Kleine damit beginnt, seine Zimtstern-Spezialität zu backen.

Nicht alle zufrieden

Doch nicht alle, die vorwiegend aus dem Region bei Nieselwetter in die warme Messehalle gekommen sind, machen einen zufriedenen Eindruck. „Zehn Euro Eintritt für eine Verkaufsveranstaltung sind schon ziemlich unverschämt“, meint Jutta Kühl aus Marl. Und wundert sich, was ein Staubsauger-Stand auf einer „Zimt und Sterne“ zu suchen hat.

Die Händler sprechen nur von einem „durchwachsenen Umsatz“. Eric Schumacher beispielsweise handelt mit preiswerten Dekoartikeln. Seine Figuren und Engel gehen mehr schleppend über die Theke. „Zwar viele Besucherinnen. Aber man zeigt sich gegenseitig, was es hier gibt. Und geht dann wieder, ohne zu kaufen“, beobachtet Schumacher und spricht „von zu viel Buspublikum“. Anders sieht das Stephanie Meyer (37) aus Appelhülsen. Zusammen mit ihren Freundinnen verlässt sie die Messe mit prall gefüllten Tüten. „Die Vielfalt stimmt, die Deko passt zum Thema, und im Gegensatz zu einem Weihnachtsmarkt gibt es hier viele Anregungen zum Selbermachen“, sagt sie.

Fotostrecke: »Zimt & Sterne«-Messe in der Halle Münsterland

Hochprozentiges kommt an

Auch die Anbieter im erstmals vertretenden Sonderbereich für hochprozentige Festtagsvorfreunden können sich über mangelnde Kundschaft nicht beklagen. Jan Orlt vom Unternehmen „Kennertropfen“ aus Altenberge serviert in Probier-Pinnchen seine „Zipfelmütze“. Ein altpfälzischer Pflaumenschnaps mit Sahnekrone.

„Kreative Genüsse, die beim Publikum ankommen“, freut er sich. Insgesamt bilanziert die Messeleitung am Sonntagnachmittag 12.500 Besucher und damit fast so viele wie im Vorjahr.


Korrekturhinweis: In einer ersten Version war von 10.000 Besuchern die Rede. Die Zahl wurde korrigiert.



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