Mo., 06.11.2017

Erörterungstermin Drei Windräder auf dem Prüfstand

Drei  Windräder planen die Stadtwerke in Häger und Sandrup. In dieser Wochen werden die Einwendungen gegen das Projekt erörtert.

Drei  Windräder planen die Stadtwerke in Häger und Sandrup. In dieser Wochen werden die Einwendungen gegen das Projekt erörtert. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Fast 90 Einwendungen gibt es gegen geplante Windräder in Sandrup und Häger: In dieser Woche werden sie bei der Bezirksregierung behandelt.

Von Dirk Anger

Bis sich drei neue Windräder der Stadtwerke im Norden von Münster drehen, dürfte es noch ein wenig dauern. In dieser Woche muss sich zunächst die Bezirksregierung Münster mit den beiden immissionsschutzrechtlichen Anträgen auf Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb von zwei Windenergieanlagen „Sandruper See“ und einer Windenergieanlage „Häger A 1“ beschäftigen.

Nach Angaben der Bezirksregierung Münster wurden zum Verfahren Sandruper See 78 Einwendungen und zum Verfahren für Häger neun Einwendungen erhoben. Diese werden bei zwei getrennten Terminen in dieser Woche im Freiherr-vom-Stein-Haus der Bezirksregierung Münster (Saal 1, Domplatz 1-3) erörtert. Jeweils ab 10 Uhr geht es am Dienstag um die beiden Anlagen zwischen Kinderhaus und Sprakel. Tags darauf steht dann das Vorhaben in Häger auf der Tagesordnung. Beide Termine sind öffentlich; Zuschauer können unter dem Vorbehalt freier Plätze teilnehmen, heißt es.

Strom für 5400 Haushalte

Die Stadtwerke planen nach Unternehmensangaben drei baugleiche Modelle in Sandrup (im Bereich Heidegrund sowie an der Sprakeler Straße) und Häger zu errichten. Die Windenergieanlagen sollen 150 Meter hoch werden und jeweils über eine Leistung von 3,2 Megawatt verfügen. Grob gerechnet soll jede Anlage bis zu 1800 Haushalte mit Strom versorgen können.

Die Antrags- und Planunterlagen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz haben im August und September bei der Bezirksregierung Münster und bei der Stadtverwaltung Münster öffentlich ausgelegen und sind im Internet veröffentlicht worden. Die rechtzeitig gegen die Vorhaben erhobenen Einwendungen und Stellungnahmen werden jetzt bei der Bezirksregierung mit dem Antragsteller, den zuständigen Behörden sowie den Personen, die die Eingaben gemacht haben, erörtert.

Sollte es unter Immissionsschutz-Aspekten grünes Licht für die Anlagen geben, müssen die Stadtwerke im weiteren Schritt in die nächste Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur. Dort fällt die Entscheidung über die Höhe der finanziellen Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Zugleich ist dieses Verfahren ein entscheidender Gradmesser für die Wirtschaftlichkeit der Projekte und deren Chance auf Realisierung.



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