Mo., 06.11.2017

Verein „Hansa“ wird 105 Jahre alt Kleingärtner wollen aktiver sein

Grünkohl mit Einlage stand bei der 105-Jahr-Feier auf dem Speiseplan. Miriam Reerink (l.) und Bärbel Zeise übernahmen die Verköstigung.

Grünkohl mit Einlage stand bei der 105-Jahr-Feier auf dem Speiseplan. Miriam Reerink (l.) und Bärbel Zeise übernahmen die Verköstigung. Foto: klm

Münster - 

„Wieder mehr Schwung“, so sagt es Andreas Wolff, soll in die gemeinsame Freizeitgestaltung der Kleingartenvereins Hansa kommen. Dafür hat sich der Vorsitzende eine Schürze umgebunden. „Schnitzelkönig“ steht darauf. In der Küche der Vereinslaube indes brodeln auf Initiative des „Kochs“ Kartoffeln und gewürfelte Apfelstücke in Grünkohl. Mettwurst und Kasslerbraten schmoren im Topf und an den Tischen leuchten Teelichter.

Von Klaus Möllers

Zum 105-jährigen Bestehen des Vereins am Boelckeweg veranstalteten Wolff und Kleingärtnerfreunde am Samstag eine Party. Es kamen etwa 30 Freizeitbewohner und Freunde der Anlage mit 39 Parzellen am Fuße des Gasometers. Jugendliche legten Musik auf, eine Discolicht-Anlage beschien die Tanzfläche und sogar etwas Trockeneisnebel waberte zuweilen durch den Raum.

„Es ist bärenstark, dass Ihr alle gekommen seid“, sagte Wolff in einer Ansprache. Es wäre schön, wenn das Vereinsleben wieder aktiver würde, meinte er und unternahm einen Blick auf die Geschichte des Vereins. Laut Wolff ist „Hansa“ der „älteste noch bestehende Kleingartenverein in Münster“. Mit 120 Hobbygärtnern war der laut Aufzeichnungen bei seiner Gründung noch deutlich größer. Die Anlage entstand demnach gegenüber der heutigen Halle Münsterland In den 1920er-Jahren musste er der Industrie weichen und zur Loddenheide umziehen. Der damalige Vorsitzende habe 1922 den Stadtverband der Kleingartenbauvereine gegründet. „Damit hat ,Hansa‘ den Stadt- und Bezirksverband ursprünglich gegründet“, sagte Wolff.

1934 zog man zum Kurt-Mettlich-Weg um, die Zahl der Gärtner schrumpfte auf 42. Durch den Bau der Umgehungsstraße musste die Anlage flächenmäßig mehrmals umgestaltet werden.

Es habe trotz Einschnitten immer viel Engagement der Gärtner gegeben, würdigte Wolff. Die Anlage sei etwa in 2001 vom Land mit der Silberplakette des Wettbewerbs „Kleingärten in NRW“ ausgezeichnet worden.



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