Di., 07.11.2017

Infotag Darmerkrankungen Ärzte der Raphaelsklinik wollen „Mut machen“

Patientin Sandra Bömer im Kreis ihrer Ärzte: (v.l.) Dr. Frank Fischer, Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann, Privatdozent. Dr. Ulrich Peitz und Dr. Erik Allemeyer.

Patientin Sandra Bömer im Kreis ihrer Ärzte: (v.l.): Dr. Frank Fischer, Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann, Privatdozent Dr. Ulrich Peitz und Dr. Erik Allemeyer. Foto: Michael Bührke

Münster - 

Am Samstag (11. November) lädt das Darmzentrum und die Sektion Proktologie ein zum Informationstag Darmerkrankungen – im Blickpunkt steht dabei die Lebensqualität.

Von Martina Döbbe

Starke Bauchschmerzen. Heftige Krämpfe. Und immer wieder dieser schlimme Durchfall. Irgendwann kann Sandra Bömer einfach nicht mehr – sie muss ins Krankenhaus. Den Grund für ihre Beschwerden erfährt sie schon am nächsten Tag: Morbus Crohn lautet die Diagnose.

Und die stellt ihr ganzes Leben auf den Kopf: Ernährung, Medikamente, die Möglichkeit eines künstlichen Darmausgangs (Stoma) – darum dreht sich auf einmal der Alltag der damals 28-Jährigen. Die sich davon aber nicht unterkriegen lässt: Die Rheinenserin informiert sich, sie lässt sich beraten – und ist für das Team des Darmkrebszentrums und der Sektion Proktologie an der Raphaelsklinik das beste Beispiel dafür, dass auch mit der Diagnose einer chronischen Darmerkrankung die Lebensqualität nicht verloren gehen muss. Das möchten die Experten am Samstag (11. Januar) in den Blickpunkt des Informationstages rücken: „Darm und Lebensqualität“ lautet das Thema ab 10 Uhr in der Raphaelsklinik.

Ein Leben lang Patientin

Ob Operationsverfahren, Narkosen und Schmerztherapie, Chemo- und Strahlenbehandlung – Menschen mit einer Darmerkrankung haben viele Fragen, haben Angst vor dem, was auf sie zukommt. „Wir möchten aufklären und helfen, Sorgen und Probleme erleichtern“, betonen Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann (Chefarzt Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie), Dr. Erik Allemeyer (Leiter Sektion Proktologie), Dr. Frank Fischer (Leitender Oberarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie) und Privatdozent Dr. Ulrich Peitz (Chefarzt Klinik Innere Medizin Gastroenterologie), die allesamt auch am Samstag aus ihrer fachlichen Sicht das Thema beleuchten. Sie möchten Betroffenen „Mut machen“.

Sandra Bömer hat inzwischen ihren 40. Geburtstag gefeiert – sie steckt voller Lebensfreude und blickt nach vorn. Nach einer vorübergehenden Stoma-Lösung ist sie inzwischen in der Raphaelsklinik mit einem künstlichen Darmausgang versorgt worden, der dauerhaft bleibt. Sie geht offen damit um: „Familie und Freunde wissen Bescheid und unterstützen mich“, hat sie schnell gemerkt, dass dies der beste Weg ist, mit der chronischen Erkrankung zu leben. Sie weiß, dass sie ihr Leben lang Patientin bleiben wird. „Ich weiß aber auch, dass ich mich bei jeder Frage und Unsicherheit direkt hier in der Klinik melden kann, dieser Austausch und die Betreuung, wenn man ein Stoma hat, geben Sicherheit.“

Darm und Lebensqualität

Um 10 Uhr beginnt am Samstag (11. November) der Informationstag in der Raphaelsklinik. Er richtet sich an Betroffene, aber auch Interessierte, die mehr zum Spektrum der verschiedenen Darmerkrankungen erfahren möchten – auch unter dem Aspekt Lebensqualität. Das Leben nach Diagnose und Operation gehört dazu: zum Beispiel Stomaversorgung und Unterstützung durch das Darmzentrum. Frage- und Diskussionsrunden sowie Infostände runden das Programm ab.



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