Di., 07.11.2017

Kein Jubel bei CDU und Grünen Reaktionen auf Pläne für das Kulturforum Hörsterparkplatz

Kein Jubel bei CDU und Grünen : Reaktionen auf Pläne für das Kulturforum Hörsterparkplatz

In Mittelpunkt der Gedankenspiele: der Parkplatz Hörsterplatz Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Die SPD und die Förderer des Sinfonieorchesters freuen sich, CDU und Grüne bleiben reserviert. Unterschiedlich fallen die Reaktionen auf die Pläne zum – möglichen – Bau des Kulturforums auf dem Hörsterparkplatz aus.

Von Klaus Baumeister

Eines hat der Auftritt der Architekten und die Vorstellung ihrer Entwürfe am Montagabend im Picasso-Museum sicherlich bewirkt: Die von Christoph Deckwitz und Hanno Höyng angestoßene Idee eines Kultur- und Bildungsforums auf dem Hörsterparkplatz beherrscht wieder die politischen Agenda.

Ob das Forum aber tatsächlich gebaut wird, steht auf einem anderen Blatt. Nicht nur, dass die Finanzierungsfrage speziell für den Bauteil Konzerthalle weiter offen ist. Dezidiertes Lob für die Architekturkonzepte kam am Dienstag nur von Fraktionen, die im Rathaus nicht das Sagen haben.

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So teilten SPD-Fraktionschef Dr. Michael Jung und Parteivorsitzender Robert von Olberg mit: „Die Entwürfe sind beeindruckende planerische Ideen für eine Entwicklung, die Münster sicherlich bereichern würde.“

Der Linke Rüdiger Sagel sprach von „ambitionierten Plänen“, die bei den weiteren Beratungen über die Zukunft dieses Standortes „miteinbezogen werden sollten“.

Weitaus reservierter reagierten Repräsentanten des schwarz-grünen Ratsbündnisses. Der CDU-Fraktionschef Stefan Weber sicherte zwar zu, dass sich seine Fraktion mit den Konzepten beschäftigen werde. Zugleich aber erinnerte der Christdemokrat aber an eine frühere Stellungnahme, wonach eine Kulturforum auf dem Hörsterparkplatz „keine Chance“ habe.

Vor allem möchte die CDU eine – mögliche – Konzerthalle nur gemeinsam mit der Universität und dann im Rahmen des geplanten Musikcampus realisieren. Den Campus indes hat die Universität an der Hittorfstraße verortet.

Otto Reiners, Fraktionschef der Grünen, sprach die ungelöste Kostenfrage für eine Musikhalle an. Eine Zusammenarbeit mit der Uni mache es sicherlich leichter, das Projekt zu stemmen. Gleichwohl will sich Reiners die Unterlagen der drei Architekten-Entwürfe noch einmal kommen lassen und sie in der Fraktion besprechen. „Was wir daraus machen, müssen wir dann sehen.“

Weitaus euphorischer reagierte der Verein der Freunde und Förderer des Sinfonieorchesters Münster, die den Standort Hittorfstraße für Konzerte des Sinfonieorchesters als ungeeignet betrachtet. Der Erfolg eines Konzerthauses, so der Vorsitzende Dr. Heiko Winkler, werde durch die Nähe zum Theater und zur innerstädtischen Gastronomie gefördert. Nicht zu verachten sei auch die „exzellente Anbindung an den ÖPNV“.

Das Kulturforum Hörsterplatz soll nach den vorliegenden Planungen auch Platz bieten für die Volkshochschule und die Musikschule Münster, womit diese „in die Mitte der Stadt“ rücken würden, so Winkler weiter.



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