Do., 09.11.2017

Kinderklinik am Franziskus-Hospital „Rooming in“ künftig auch auf Neugeborenen-Intensivstation

Arbeiten für neues Leben und profitieren von einem großen Netzwerk bei der Versorgung von Mutter und Kind: Chefärzte Dr. Florian Urlichs (l.) und Dr. Nikolaos Trifyllis.

Arbeiten für neues Leben und profitieren von einem großen Netzwerk bei der Versorgung von Mutter und Kind: Chefärzte Dr. Florian Urlichs (l.) und Dr. Nikolaos Trifyllis. Foto: Franziskus-Hospital

Münster - 

Nach dem geplanten Umbau der Kinderklinik am Franziskus-Hospital soll es dort auch für Frühchen ein Rooming-in-Angebot geben.

Im vergangenen Jahr wurden in Münster 6235 Kinder geboren. Auch bundesweit kommen mehr Babys auf die Welt – in immer weniger Kliniken, da kleinere Häuser häufig schließen müssen. In Münster werden sehr viele Kinder im St.-Franziskus-Hospital geboren – 2016 waren es 2486, schreibt das Haus in einer Pressemitteilung.

Trotz dieser hohen Zahl werden alle angehenden Eltern von einem hoch spezialisierten Team individuell betreut und erhalten Zeit und viel Raum für verschiedene Entbindungsvarianten und Versorgungsmöglichkeiten: beste Voraussetzungen für einen guten Start ins Leben.

Doch manchmal kommt es anders: Eines von 100 Babys wird mit einem Gewicht von weniger als 1500 Gramm geboren und muss über Monate intensiv versorgt werden. Das St.-Franziskus-Hospital ist als Geburtszentrum der höchsten Versorgungsstufe speziell für die Begleitung von Früh- und Risikogeburten ausgestattet: Geburtshelfer, Pränatalmediziner und Neonatologen arbeiten Hand in Hand und mit modernster Technik.

Gemeinsame Unterbringung auf der Neugeborenen-Intensivstation

Eltern brauchen nach der Geburt die Möglichkeit, rund um die Uhr bei ihrem Baby zu sein. Durch eine gemeinsame Unterbringung („Rooming in“) können sie Sicherheit und Zuversicht gewinnen, um ihr Kind selbst optimal zu unterstützen. Durch den geplanten Umbau der Kinderklinik will das St.-Franziskus-Hospital diese Möglichkeiten für Eltern und Kinder auf der Neugeborenen-Intensivstation im zweiten Bauabschnitt erweitern: „Unser Ziel ist eine Klinik, die die Leistungen in der Kinder- und Jugendmedizin im Sinne der Patienten und ihrer Eltern bündelt – mit einer perfekt vernetzten Versorgung, kurzen Wegen für alle Beteiligten und einer Atmosphäre zum Wohlfühlen“, betont Dr. Florian Urlichs, Chefarzt der Neonatologie und Kinderintensivmedizin.

„Rooming in“ ist bei gesunden Neugeborenen Standard. Die Chefärzte im St. Franziskus-Hospital Münster wollen diese Möglichkeit nach dem Umbau auch Müttern von Frühchen und kranken Neugeborenen anbieten können.

„Da Mutter und Kind von unterschiedlichen Fachbereichen betreut werden, müssen diese neuen Patientenzimmer sowohl von der Frühchen-, als auch von der Wöchnerinnenstation direkt zugänglich sein. So können die Babys nach der Geburt direkt im Zimmer der Mutter bleiben, die von der geburtshilflichen Station versorgt wird“, beschreibt Dr. Nikolaos Trifyllis, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe die Pläne.



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