Do., 09.11.2017

„Anscheinswaffe“ wird vernichtet 15-Jähriger bringt Pistole mit zur Schule

 Das Bild zeigt die sichergestellte Anscheinswaffe (unten) und im Vergleich die Dienstpistole der Polizei (oben).

 Das Bild zeigt die sichergestellte Anscheinswaffe (unten) und im Vergleich die Dienstpistole der Polizei (oben). Foto: Polizei Münster

Münster - 

Seine Lehrerin staunte nicht schlecht: Aus der Schultasche eines 15-jährigen Schülers purzelte am Donnerstag eine Pistole. Neben Büchern, Heften und Frühstück hatte der Jugendliche, so die Polizei am Donnerstag, eine „Anscheinswaffe“ mit sich geführt.

Die Pädagogin nahm dem 15-Jährigen die einer echten Waffe täuschend ähnlich aussehende Pistole sofort weg und übergab sie der Polizei. Da „Anscheinswaffen“ kaum von echten Waffen zu unterscheiden sind, dürfen sie nicht mitgenommen und in der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Bußgeld von bis zu 10.000 Euro droht

Das Führen von „Anscheinswaffen“ stellt eine Ordnungswidrigkeit im Sinne des Waffengesetztes dar, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Dafür kann ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro verhängt werden. In Zukunft muss der 15-Jährige auf diese Waffe verzichten. Sie wird eingezogen und vernichtet, so die Polizei.

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