Do., 09.11.2017

Verwaltungsrat sagt Ja Gefängnis-Neubau ein wenig weiter

Die Justizvollzugsanstalt an der Gartenstraße in Münster ist in die Jahre gekommen. Jetzt sind die Neubau-Pläne ein Stück weiter. 

Die Justizvollzugsanstalt an der Gartenstraße in Münster ist in die Jahre gekommen. Jetzt sind die Neubau-Pläne ein Stück weiter. 

Münster - 

Der Neubau des Gefängnisses in Münster ist ein kleines Stück weiter. Jetzt hat der Verwaltungsrat des Landesbaubetriebs zugestimmt.

Von Dirk Anger

Der Neubau eines Gefängnisses im Südosten Münsters nahe der Stadtgrenze ist einen kleinen Schritt weiter. Der Verwaltungsrat des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) des Landes, der für das Justizministerium ein passendes Grundstück gesucht hat, hat dem von der münsterischen BLB-Niederlassung vorgeschlagenen Grundstückankauf inzwischen zugestimmt. Das teile die Behörde am Donnerstag mit.

Vorstoß von Everswinkel bereits erledigt

Für Überraschung hat unterdessen der Vorstoß der Gemeinde Everswinkel gesorgt: Bürgermeister Sebastian Seidel bringt als Standort für den Neubau einer Justizvollzugsanstalt (JVA) die Fläche eines ehemaligen Nato-Tanklagers am Ostrand der Kommune ins Spiel. Eine entsprechende Resolution soll in der nächsten Sitzung des Gemeinderats zur Abstimmung stehen.

Doch der Vorschlag dürfte sich bereits überlebt haben. Denn nach Einschätzung des BLB erfüllt die Konversionsfläche in der Everswinkeler Bauerschaft Mehringen nicht die gewünschten Voraussetzungen. „Dieser Standort liegt mit 24 Kilometer Entfernung vom Land- und Amtsgericht Münster weit außerhalb des vorgegebenen Suchradius, den das Justizministerium mit maximal 10,5 Kilometer definiert hatte“, heißt es vonseiten der Behörde. Außerdem gebe es ökologische Bedenken.

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Jahrelange Suche nach geeignetem Areal

Nach Behördenangaben war die Fläche des Tanklagers bereits im Rahmen der Standort-Suche unter die Lupe genommen worden. Zu weiteren Einzelheiten will sich der Liegenschaftsbetrieb aber erst äußern, wenn die Verträge für die Fläche nahe Wolbeck endgültig unter Dach und Fach sind – „das heißt, sobald wir den rechtlichen Freiraum dazu zu erhalten“.

Im September 2012 hatte das NRW-Justizministerium die Öffentlichkeit darüber informiert, dass der alte denkmalgeschützte JVA-Bau an der Gartenstraße in Münster nicht dauerhaft erhalten werden könne. Danach begann eine jahrelange Suche nach einem geeigneten Areal. 



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