Fr., 10.11.2017

Schlafforschung Digitale Welt zerrt an Schlafrhythmen

Für die Gesundheit ist Schlaf sehr wichtig, betonten beim Auftakt (v.l.) Dr. Alfred Wiater sowie die Tagungsleiter Prof. Peter Young und Prof. Svenja Happe aus Telgte.

Für die Gesundheit ist Schlaf sehr wichtig, betonten beim Auftakt (v.l.) Dr. Alfred Wiater sowie die Tagungsleiter Prof. Peter Young und Prof. Svenja Happe aus Telgte. Foto: klm

Münster - 

Für die körperliche und psychische Gesundheit spielt ausreichend viel Schlaf eine enorme Rolle. Dies ist eine der Botschaften, die zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) gehört. Seit gestern und bis Samstag konferieren bei dem bundesweiten Kongress in der Halle Münsterland etwa 2000 Mediziner, Psychologen und Naturwissenschaftler neue Erkenntnisse in dem Fach.

Von Klaus Möllers

Das Alltagsverhalten von Menschen sei die Grundlage für die Forschung zu Veränderungen von Schlafgewohnheiten, hieß es beim Auftakt. „Eine dringende Frage ist, wie sich durch die digitale Globalisierung die Schlaf- und Wachrhythmen verändern werden“, sagte Dr. Alfred Wiater, Vorsitzender der DGSM aus Köln. Als Beispiel nannte er Schichtarbeit, unstete Einsatzzeiten sowie „eine permanente Erreichbarkeit“, die bis ins Private hineinspiele.

Schlafrhythmus sollte nicht vernachlässigt werden.

Von der Uni Münster nannte Prof. Dr. Peter Young „Uhren-Gene“ als biologische Grundausstattung des Menschen, die nahezu im 24-Stunden-Rhythmus funktionierten und sich täglich neu einschalteten. „Wir haben gelernt, dass die Steuerung des Schlafes nicht von uns Menschen selbst übernommen werden kann“, so Young. Wer immer wieder seinen Schlafrhythmus vernachlässige, gehe das Risiko von Erkrankungen ein – etwa für Herz, Kreislauf, Stoffwechsel und Psyche.

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Im Patientenforum können private Besucher am Samstag (11. November) von 14 bis 16 Uhr im Tryp-Hotel Fragen an Ärzte zu Schlaf und Gesundheit stellen. Der Eintritt ist frei.

 

 

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