Mo., 20.11.2017

Club muss Kreativkai verlassen Das „Heaven“ zieht um

Sieben Etagen soll das neue „Dockland-Haus“ am Hafengrenzweg hoch sein. Investor sind neben Pitti Duyster Thomas Pieper und Christof Bernard.

Sieben Etagen soll das neue „Dockland-Haus“ am Hafengrenzweg hoch sein. Investor sind neben Pitti Duyster Thomas Pieper und Christof Bernard. Foto: Andreas Heupel Architekten

Münster - 

Am 6. Januar ist Schluss – dann wird zum letzten Mal im „Heaven“ am Kreativkai gefeiert. Das Gebäude wird abgerissen. Doch nur wenige Hundert Meter entfernt soll schon bald ein Neubau für den Club entstehen.

Von Martin Kalitschke

Am 6. Januar wird zum letzten Mal im „Heaven“ am Kreativkai getafelt und gefeiert. Danach wird das Club-Restaurant seine Türen schließen – zumindest am Standort Osmo-Halle. „Vor zwei Wochen haben wir erfahren, dass wir raus müssen“, berichtet Pitti Duyster, neben Thomas Pieper und Christof Bernard Geschäftsführer der Dockland GmbH, die das „Heaven“ betreibt. Im Februar will die LVM-Versicherung die Osmo-Halle, in der sich der Club befindet, abreißen. Später soll hier ein Neubau entstehen.

Dockland-Team arbeitet an Übergangslösung

Derweil bastelt das Dockland-Team an einer Übergangslösung, bis der Neubau des „Dockland-Hauses“ am Hafengrenzweg – zwischen der Straße Am Mittelhafen und dem Albersloher Weg – fertig ist. Duyster hofft, dass diese Lösung bis Anfang Dezember in trockenen Tüchern ist.

Unterdessen hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke in seiner Sitzung am Donnerstagabend den Verkauf des Grundstücks, auf dem das „Dockland-Haus“ entstehen soll, abgesegnet. Die Bauarbeiten für das „Dockland-Haus“ sollten eigentlich schon vor ein oder zwei Jahren starten, berichtet Duyster. „Doch dann entdeckten die Stadtwerke auf dem Grundstück umfassende Altlasten“ – die erst entsorgt werden mussten.

Ende 2019 soll Betrieb beginnen

Duyster hofft, dass die Bauarbeiten für das Dockland-Haus im kommenden Sommer starten können. Ende 2019 soll dann das neue „Heaven“ den Betrieb aufnehmen. Der vom münsterischen Architekten Andreas Heupel geplante Bau ist sieben Etagen hoch. In die beiden unteren Etagen wird das „Heaven“ mit Platz für 800 bis 900 Personen einziehen, die Stockwerke darüber soll „an Unternehmen, die zu uns passen“ (Duyster), vermietet werden. Auf dem Dach ist ein Swimming-Pool geplant, der tagsüber von den Mietern genutzt werden kann und sich abends in eine „Sky-Lounge“ verwandelt. Clou ist eine Fassade, die farblich verändert und mit Animationen bespielt werden kann. Auch der „Coconut Beach“ soll hier eine neue Heimat finden. Er wird sich laut Duyster ebenfalls vom Kreativkai verabschieden.

Von Anfang an Provisorium

Von Anfang an war dem Dockland-Team übrigens klar, dass der Standort Osmo-Hallen nur ein Provisorium ist. „Erst erhielten wir Halbjahres-Mietverträge, dann Jahresverträge“, erinnert sich Pitti Duyster. „Dass wir dort zwölf Jahre bleiben werden, damit hätten wir nie gerechnet.“

Das „Heaven“ blieb auch, als die benachbarten Osmo-Hallen wegen Einsturzgefahr gesperrt wurden. Die Halle, in der sich der Club befindet, ist neueren Datums und daher stabiler. Duyster bekennt, dass ihm der Abschied nicht leicht fällt: „Wir hätten noch zehn Jahre weitermachen können.“

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