So., 19.11.2017

Stadtwerke-Ärger Angeschlagener Aufsichtsratschef soll Klarheit schaffen

Unter Druck: Stadtwerke-Aufsichtsratschef Gerd Joksch 

Unter Druck: Stadtwerke-Aufsichtsratschef Gerd Joksch  Foto: Oliver Werner

Münster - 

Der angeschlagene Stadtwerke-Aufsichtsratschef Gerd Joksch soll alle Geschäftsverbindungen mit Bezug zu städtischen Aufträgen offenlegen.

Von Dirk Anger

Der umstrittene Stadtwerke-Aufsichtsratschef Gerhard Joksch ist in der jüngsten Sitzung des Gremiums aufgefordert worden, „alle Geschäftsverbindungen“ offenzulegen, die einen Bezug zu städtischen Aufträgen haben. Der wegen Zweifeln an seiner Neutralität unter Druck stehende Grünen-Politiker wurde nach Recherchen unserer Zeitung im Aufsichtsrat auch mit einer Rücktrittsforderung konfrontiert. Insbesondere Vertreter von SPD, Linken und FDP sollen massive Kritik am Verhalten von Joksch geübt haben, der sich wegen einer möglichen Verflechtung beruflicher Interessen mit seiner Aufsichtsratstätigkeit rechtfertigen soll.

Privatwirtschaftliche Interessen würden durch Joksch in den Aufsichtsrat getragen, lautete einer der Vorwürfe gegen den grünen Ratsherrn und Bürgermeister, der noch von seiner Partei gestützt wird. Auch CDU-Vertreter im Aufsichtsrat hätten sich auffällig mit kritischen Nachfragen zurückgehalten, heißt es aus Teilnehmerkreisen. CDU und Grüne stellen im Stadtrat eine Mehrheit und arbeiten zusammen. Dem angeschlagenen Stadtwerke-Aufsichtsratschef Joksch trauen unterdessen viele Mitglieder im Kontrollgremium nicht mehr zu, den schon monatelang schwelenden Streit ­ zwischen beiden Stadtwerke-Geschäftsführern schlichten zu können. Joksch sei nicht neutral.

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