Di., 05.12.2017

Konzert in der Halle Münsterland Münsters Geburtstagsständchen für „Marteria“

Wenn „Marteria“ singt“, liegen ihm vor allem die weiblichen Fans zu Füßen. So auch in Münster.

Wenn „Marteria“ singt“, liegen ihm vor allem die weiblichen Fans zu Füßen. So auch in Münster. Foto: Markus Lehmann

Münster - 

(Aktualisiert) Marteria lieferte in Münster nicht nur eine höchst effektvolle Show seiner Hits. Die Fans in der restlos ausverkauften Halle Münsterland brachten dem Sänger auch ein Geburtstagsständchen.

Von Björn Meyer

Kurz vor 23 Uhr steht der Protagonist auf der Bühne der Halle Münsterland und weiß nicht so recht, was er sagen soll. Aus fast 7000 Kehlen schallt Marten Laciny, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Marteria, sein Geburtstagsständchen entgegen. Die Menge feiert ihren Helden.

Denn Marteria, der einst Fußball-Jugendnationalspieler war, danach in den USA als Model arbeitete und in den vergangenen Jahren einen steilen Aufstieg in der deutschen Musikszene nahm, hat bei dem Konzert seiner Roswell-Tour in Münster erwartungsgemäß abgeliefert. Über drei Stunden zuvor stehen die Reihen vor der Bühne bereits dicht gedrängt, dabei hat die Show noch nicht einmal begonnen.

Schlaue und lebensnahe Texte

Doch jeder will sich seinen Platz für das lang ersehnte Konzert sichern. Die vielen jungen Frauen etwa, deren Herzen Marteria auch wegen seiner smarten Art entgegenfliegen. Die langjährigen Hip-Hop-Fans, die ihn für seine ebenso schlauen wie lebensnahen Texte verehren, die sich so wohltuend von denen vieler anderer Künstler abheben.

Fotostrecke: Marteria-Auftritt in der Halle Münsterland

Aber auch die, die gesellschaftlich sonst eher außerhalb der Mitte zu finden sind, vereint Marteria mit Songs wie „Bengalische Tiger“ hinter sich. Sie alle lieben ihn und sein Alter Ego Marsimoto, bei dem er mit Maske und hochge­pitchter Stimme auftritt, dafür, so vieles zu erreichen und doch immer so zu wirken, als sei er der eigenen Clique entsprungen.

Volle Hingabe fürs Publikum

Der Beweis erfolgt ab Punkt 21 Uhr. Noch wenige Minuten zuvor hat Kid Simius, einer der Musiker aus Marterias Crew, das Publikum mit seiner Bassmusik in Stimmung gebracht. Dann plötzlich steht der Star selbst im Scheinwerferlicht. Endboss, Verstrahlt, El Presidente – ein Hit nach dem nächsten prasselt auf die von Beginn an tobenden Fans ein. Dazu gesellen sich aufwendige Lichteffekte und die mitunter amüsante Animation auf der Videoleinwand.

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Doch Marterias Show nur auf Musik und Effekte zu reduzieren, würde dem am Montag 35 Jahre alt gewordenen gebürtigen Rostocker nicht gerecht. Denn angefangen haben seine Konzerte anders. Vor 75 zahlenden Gästen spielte er einst im Skaters Palace, so erzählt er auf der Bühne.

Was ihn damals wie heute auszeichnet, ist sein so unbändiger Wille, für sein Publikum alles zu geben. So sind es neben seiner Musik auch seine Emotionen, die am Montagabend in der Halle Münsterland dafür sorgen, dass das Konzert zu einem vollem Erfolg wird. Oder, wie Marteria es ausrückt: „Die geilste Geburtstagsparty ever. Danke Münster.“

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