Di., 05.12.2017

„Kein Zimmer frei“ im Boulevard Münster Wer ist der Hotelkritiker?

Die spielfreudigen Darsteller in der Kulisse der Komödie „Kein Zimmer frei“

Die spielfreudigen Darsteller in der Kulisse der Komödie „Kein Zimmer frei“ Foto: Peter Pittermann

Münster - 

Eine Drehtür ist der Dreh- und Angelpunkt der spritzigen Komödie. Ständig befördert sie neue Gäste ins Hotel (und auch wieder hinaus), die dank der unerfahrenen Schwester der abwesenden Hotelchefin in falschen Zimmer und damit in verwickelten Situationen landen. „Eine schöne Geschichte – ohne eine Sekunde Stillstand“, schwärmt Roland Heitz, der „Kein Zimmer frei“ von Derek Benfield für das Theater Boulevard Münster inszeniert hat.

Von Petra Noppeney

Premiere hat das Stück, das mit drei Männern und drei Frauen besetzt ist, am kommenden Freitag; Karten gibt es für diese Vorstellung nicht mehr. Aber bis zum 12. März, bis dahin läuft „Kein Zimmer frei“, gibt es ja noch jede Menge Gelegenheiten, die neue Boulevard-Produktion zu besuchen.

Angelika Ober, die Direktorin des Theaters in der Königspassage, spielt in dem Stück jene konfuse Frances, die zwar Gutes für ihre Gäste im Sinn hat, aber oftmals genau das Gegenteil erreicht. Frances unterläuft so manch amüsantes Missgeschick, was die Gästeverteilung auf die Zimmer angeht. Richtig brenzlig wird es indes, als sich auch noch ein Hotelkritiker ankündigt, von dem niemand weiß, ob er Männlein oder Weiblein ist. Also hält Frances nahezu jeden für die zu hofierende Person.

Dann ist da noch der alte Mr. Johnson, den Frances gern aus seinem Zimmer verscheuchen würde, der sich aber partout nicht durch die Drehtür nach draußen bugsieren lässt. Stattdessen fällt er in Ohnmacht und steigt, als Folge der Einnahme potenzsteigender Mittel, den Damen nach. Und mittendrin die überforderte Frances ...

Die Drehtür, die Elke Ober (Bühnenbild) eigens für das Stück gebaut hat, ist mittig auf der Bühne platziert. Das bietet „schöne Spielmöglichkeiten“, sagt Heitz. „Es ist was anderes, als jemanden durch eine Tür zu schieben.“ Weitere Besonderheit: Das Bühnenbild erlaubt simultan den Blick in zwei Hotelzimmer, auf die Rezeption und in die Lounge.

Es gibt also viel zu sehen für die Besucher des Stückes, das ein Klassiker im Repertoire aus der Feder des 2009 verstorbenen englischen Bühnenautors Derek Benfield ist. Und damit genau der richtige Bühnenstoff zum 20-jährigen Bestehen des Boulevard Münster in diesem Dezember.

Zum Thema

Die Premiere am 8. Dezember ist ausverkauft. Die nächsten Termine: am 9. Dezember, 17 und 20 Uhr, am 10. Sonntag, 18.30 Uhr, am 11., 14. und 15. Dezember jeweils 20 Uhr. Das Stück wird bis zum 12. März gespielt. Karten unter ' 41 40 400.  | boulevard-muenster.de



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