Mi., 06.12.2017

Filmteam bis Freitag im Allwetterzoo Münster-„Tatort“: Tierisches Drehvergnügen

Boerne und Thiel alias Jan-Josef Liefers (l.) und Axel Prahl (r.) umrahmen die beiden Allwetterzoodirektoren Felix Vörtler (Schauspieler, 2.v.l.) und Dr. Thomas Wilms (echt, 2.v.r.): Noch bis Freitag dreht das Filmteam im Zoo die neue „Tatort“-Folge „Affentheater“.

Boerne und Thiel alias Jan Josef Liefers (l.) und Axel Prahl (r.) umrahmen die beiden Allwetterzoodirektoren Felix Vörtler (Schauspieler, 2.v.l.) und Dr. Thomas Wilms (echt, 2.v.r.): Noch bis Freitag dreht das Filmteam im Zoo die neue „Tatort“-Folge „Affentheater“. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Seit 15 Jahren ermitteln Thiel und Boerne im Münster- „Tatort“, aber bislang hat es sie noch nie in den Allwetterzoo verschlagen. Die neue Folge – Arbeitstitel: „Affentheater“ – ist deshalb eine Premiere, sie spielt zum großen Teil im zoologischen Milieu.

Von Lukas Speckmann

Wie macht man einen Zoodirektor glücklich? Mit „Tatort“-Dreharbeiten im eigenen Zoo – am besten noch mit einem Schauspieler, der ihm selbst verblüffend ähnlich sieht.

Dr. Thomas Wilms ist derzeit ein sehr glücklicher Zoodirektor. Seit Anfang der Woche hat er das Filmteam des WDR im Haus, und seit dem frühen Morgen geht es am Pinguinbecken hoch her. Noch im letzten Tageslicht steht der Chef zusammen mit Gästen und Mitarbeitern strahlend am Set und guckt zu, wie Prof. Boerne (Jan Josef Liefers) dem Zootierarzt Dr. Gremlich (Dirk Martens) immer wieder eine Pinguin-Transportbox stibitzt und wegrennt.

Regisseurin Samira Radsi arbeitet hartnäckig an der kleinen Fluchtszene – die darin gipfelt, dass der Zoodirektor-Doppelgänger (Felix Vörtler) verzweifelt fragt: „Kann mich mal bitte jemand aufklären?“

Münster-„Tatort“ zum ersten Mal im Allwetterzoo

Leider, auch im echten Leben wird nichts aufgeklärt. Das Filmteam verrät natürlich nicht, worum es geht, und selbst die Zoo-Leute schweigen eisern. Die sind so glücklich, den Münster-„Tatort“ zum ersten Mal nach 15 Jahren bei sich zu haben, dass sie sich als Teil der Produktion begreifen. Schon vor Monaten haben sie mit den Autoren zusammengearbeitet, die Location vorgestellt und die tierischen Mitspieler gecastet.

Keine einfache Auswahl. An die Elefanten kommen ja nicht mal mehr die Pfleger ran, und die Gorillas sind nur untereinander handzahm. Da sind die Pinguine aus anderem Holz geschnitzt: Die lassen sich von Frank Thiel (Axel Prahl) ganz brav am Stöckchen zum Pinguinmarsch dirigieren – und Pinguinin „Sandy“ hat sowieso ein Herz für wackere Menschenmänner.

Bekanntschaft mit den Pinguinen hat auch Schauspieler Jan Josef Liefers gemacht. Auf seiner Instagram-Seite postete er dieses niedliche Bild aus dem Allwetterzoo.

Axel Prahl wirkt in seiner grünen Tierpflegerkluft wie ein alter Zoo-Hase. Aber nichts da: „Ich war vorher noch nie im Allwetterzoo“, gibt er zu. „Höchste Zeit“, meint Jan Josef Liefers lakonisch.

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Undercover Ermittlungen

Der neue „Tatort“ (Arbeitstitel: „Affentheater“) spielt im Milieu krimineller Zoofreunde. Kommissar Thiel ermittelt undercover, und so übernimmt der Allwetterzoo eine Hauptrolle. Noch bis Freitag unterhält das Filmteam neben dem Haupteingang ein „Basiscamp“ und arbeitet unter angenehmen Bedingungen, wie Produktionsleiter André Fahning betont. Publikum und Mitarbeiter seien sehr nett und rücksichtsvoll: „Das ist schon angenehmer als im Stadtzentrum.“

Das „Affentheater“ kommt 2018 ins Fernsehen.

Fotostrecke: Tatort-Dreh im Allwetterzoo



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