Do., 07.12.2017

Tagestarif steigt um zehn Cent Radstation erhöht nach 15 Jahren die Preise

Georg Hundt ist Geschäftsführer der „Radstation Münster Hundt KG“.

Georg Hundt ist Geschäftsführer der „Radstation Münster Hundt KG“. Foto: kal

Münster - 

15 Jahre hatte die Radstation ihre Preise gehalten. Zum Jahresbeginn werden die Preise nun allerdings steigen. Wer sein Rad für einen Tag unterstellt, muss künftig 80 statt bisher 70 Cent bezahlen.

Von Martin Kalitschke

Die Radstation wird zum Jahresbeginn die Tarife für das Fahrradparken anheben. Der Tagespreis steigt von 70 auf 80 Cent, der Monatspreis von sieben auf acht Euro, der Jahrespreis von 70 auf 80 Euro, berichtete am Donnerstag der Geschäftsführer der Radstation, Georg Hundt. Die letzte Erhöhung liegt 15 Jahre zurück: 2002 war der Tagespreis von 60 auf 70 Cent angehoben worden.

Mit den zusätzlichen Einnahmen will Hundt sicherstellen, dass die 14 Beschäftigten der Radstation treu bleiben. „Es ist schwierig, gute Leute zu finden. Die Arbeit muss für die Mitarbeiter attraktiv bleiben“, betont er. Dies gelte auch mit Blick auf die für 2020 geplante Eröffnung einer weiteren Radstation auf der Ostseite des Hauptbahnhofs. „Um dort den gleichen Standard anbieten zu können, brauche ich qualifiziertes Personal.“

Hundt betont, dass auch in anderen Radstationen, unter anderem im Ruhrgebiet, ­Preiserhöhungen in Kraft treten werden. Sie würden allerdings höher ausfallen als in Münster. So ist in Mülheim, Bottrop und Duisburg ein Tagestarif von einem Euro geplant.

2800 Stellplätze für Dauerkunden hat die Radstation am Berliner Platz – sie sind laut Hundt aktuell ausgebucht. Tageskunden stehen 250 Stellplätze zur Verfügung, weitere 280 werden durch Mieträder belegt. „Die Bude ist voll“, fasst Hundt die aktuelle Auslastung zusammen. Die neue Station am Bremer Platz soll über 2200 Plätze verfügen, davon werden sich 1900 im Untergeschoss befinden.

Kritik übt Hundt an der Situation rund um die Radstation. Der Bürgersteig entlang der Taxenvorfahrt sollte von Rädern geräumt werden, fordert er: „Der Bereich muss Fußgängern vorbehalten bleiben.“ Sein Vorschlag: die Räder umstellen – zum Beispiel in Richtung „kleine“ Bahnhofstraße. Für nicht akzeptabel hält er die Müllberge, die sich – unübersehbar – in den Radständern rund um den Hauptbahnhof sammeln: „Hier muss unbedingt gereinigt werden.“



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