Di., 13.02.2018

Rosenmontagszug Polizeipräsident fordert Glasverbot

Die Abfallwirtschaftsbetriebe sammelten insgesamt 20 Tonnen Müll ein, ähnlich viel wie jedes Jahr.

Die Abfallwirtschaftsbetriebe sammelten insgesamt 20 Tonnen Müll ein, ähnlich viel wie jedes Jahr. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Polizeipräsident Hajo Kuhlisch spricht sich für ein Glasverbot an Rosenmontag aus. Stadt und Karnevalisten sehen keine Notwendigkeit.

Von Ralf Repöhler

Münsters Polizeipräsident Hajo Kuhlisch spricht sich für ein Glasverbot beim Rosenmontagszug aus, wie es in den Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz seit Jahren der Fall ist. „Leider lag überall zerbrochenes Glas auf den Straßen. Das birgt Gefahren genug, im nächsten Jahr über ein Glasverbot an Karneval nachzudenken“, so Kuhlisch in einer Bilanz.

Fotostrecke: Rosenmontag in Münster: Fotos vom Rande des Geschehens

Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM), die nach dem Rosenmontagszug insgesamt 20 Tonnen Müll in der Stadt einsammelten, begrüßen den Vorstoß des Polizeipräsidenten. „Auch wenn am Montag nicht besonders viel Glas auf den Straßen lag. Da gab es in früheren Jahren mehr“, sagt AWM-Sprecherin Manuela Feldkamp. Gleichwohl würde ein Verbot den Reinigungsaufwand für die AWM erheblich erleichtern. So hatte eine der Kehrmaschinen abends wieder mal einen Plattfuß.

Münsters Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer zeigt sich überrascht vom Vorstoß. „Nach Erkenntnissen der Ordnungsbehörde und der Rettungsdienste gibt es keine signifikante Problemlage in Sachen Glas“, sagt Heuer, der selbst den Zug am Bült verfolgt hatte.

Nicht eine Schnittverletzung sei bekannt, der Zug sei sehr friedlich und gut verlaufen. Die Ordnungsbehörde sehe keine Notwendigkeit, andere Sicherheitsauflagen zu erlassen. Voraussetzung für ein Glasverbot müsste eine unüberschaubare Menge von Scherben in der Stadt sein.

Fotostrecke: Der Rosenmontagszug - Blick vom Rathaus-Balkon

„Da hatten wir in den Vorjahren mehr“, sagt der Präsident des für den Rosenmontagszuges verantwortlichen Bürgerausschusses Münsterscher Karneval (BMK), Dr. Helge Nieswandt. Die BMK-Spitze hatte sich am Dienstagmorgen mit dem Vorstoß des Polizeipräsidenten beschäftigt. „Wir sind überrascht, aber offen für Gespräche“, sagt Nieswandt.

Er will das Thema mit in die Sicherheitskonferenz mit Polizei und Stadt nehmen. „Die Entscheidung über ein Glasverbot treffen nicht wir“, weiß Nieswandt.

 

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