Mo., 16.04.2018

Endrunde der Grundschulen Mathewettbewerb: Zahlenjäger rechnen ab

Mathe kann durchaus Spaß machen. Die jungen Rechenkünstler zeigten in der Pötterhoekschule, dass sie voller Eifer bei der Sache sind.

Mathe kann durchaus Spaß machen. Die jungen Rechenkünstler zeigten in der Pötterhoekschule, dass sie voller Eifer bei der Sache sind. Foto: Friederike Stadtmann

Münster - 

Samstags zur Schule gehen? Wegen Mathe? Aber ja! 64 Grundschulkinder aus ganz Münster traten jetzt zur Landesrunde des Mathewettbewerbs in der Pötterhoekschule an.

Von Friederike Stadtmann

Samstag, kurz vor 10 Uhr, in der Pötter­hoekschule: Wo sonst am Wochenende gähnende Leere in Fluren und Klassenräumen herrscht, gab es große Aufregung. Sie galt der dritten Runde des Grundschulmathematikwettbewerbs, der seit 1998 im Auftrag des Schulministeriums von Dortmund aus organisiert wird. Aufgeteilt ist der Wettbewerb in drei Runden: Eine Schulrunde, eine Regionalrunde und eine Landesrunde. Zielgruppe sind Kinder der vierten Schulklasse, die Spaß und Interesse an Mathematik haben. Dabei spielen die schulischen Leistungen im Unterricht keine Rolle für die Teilnahme.

Im Herbst 2017 beteiligten sich 33 Grundschulen aus Münster mit 1320 Kindern an der ersten Runde. Landesweit nahmen 30 000 Kinder teil. Zur Qualifikation für die zweite Runde sind 27 von 40 Punkten erforderlich. Das schafften für die Regionalrunde im Februar 396 Kinder aus Münster, insgesamt 5500 Kinder landesweit. Zur dritten Runde traten nun 64 Kinder aus Münster an – in ganz NRW waren es 1000 Kinder, die zeitgleich ihre Aufgaben zu lösen versuchten. Eine zentrale Nachkorrektur findet in Dortmund statt. Im Mai werden 40 bis 50 Landessieger geehrt.

Thomas Starke, Schulleiter der Pleisterschule und schon seit 1998 Regionalkoordinator des Landesverbandes für Münster und Alice Lennartz, Schulamtsdirektorin und Schulaufsicht für Grundschulen, begrüßen die Schüler und Eltern, sowie zahlreiche Helfer.

„Wie ein summender Bienenkorb“, beschreibt Alice Lennartz die Atmosphäre passend. Man kann gar nicht sagen, wer aufgeregter ist: Die Kinder oder ihre Eltern. Dann ertönt ein Pfiff, es geht los: Die Kinder werden in Gruppen in die Klassenzimmer geführt. Während sie ohne Hilfsmittel und in Einzelarbeit ihre Aufgaben rechnen, dürfen sich auch ihre wartenden Eltern daran versuchen.

Fünf Aufgaben in 90 Minuten. Bereiche wie Geometrie sind dabei, oder sogenannte „Logical“-Aufgaben, in denen einzelne Teilinformationen logische Rückschlüsse auf eine Informationskette erlauben.  Neu dabei ist dieses Mal die Aufgabe der Uhren, die im Kopf für die korrekte Zeitangabe gespiegelt werden müssen.

Ob nun die meisten Punkte erreicht werden oder nicht, eines steht fest: Die 64 Kinder, die am Samstag zur Schule gegangen sind und fleißig gerechnet haben, werden alle eine Urkunde für das Erreichen der dritten Runde und ihre besondere Leistung im Fach Mathematik bekommen. Und wer weiß, vielleicht kommt die eine oder andere Urkunde als Landessieger noch hinzu.



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