Mo., 16.04.2018

2000 Euro für das Johannes-Hospiz Pfeifensammlung lässt das „Netz“ qualmen

Rainer Duesmann (l.) und Michael Roes, Leiter des stationären Hospizes, freuen sich, dass bei einer Pfeifen-Auktion 2000 Euro zusammengekommen sind.

Rainer Duesmann (l.) und Michael Roes, Leiter des stationären Hospizes, freuen sich, dass bei einer Pfeifen-Auktion 2000 Euro zusammengekommen sind. Foto: gh

Münster - 

Rainer Duesmann dreht ab und zu Filmchen über sein Pfeifenhobby. Ein Mann aus dem Südbadischen entdeckte die Infos im Internet. Er schickte seine Pfeifen nach Münster. Rainer Duesmann versteigerte die Sammlung und spendet das Geld dem Johannes-Jospiz.

Von Gabriele Hillmoth

Sherlock Holmes rauchte Pfeife, Albert Einstein und Herbert Wehner ebenfalls. Rainer Duesmann reiht sich ein in den Club der Pfeifenraucher. Den 53-Jährigen freut es, dass er jetzt dank seines Hobbys eine Spende von 2000 Euro an das Johannes-Hospiz überweisen kann.

„Der Löwenanteil geht in den Alltag des Hauses“, sagt Michael Roes, der selbst mal mit 16 Jahren eine Pfeife probiert habe. Michael Roes leitet das stationäre Hospiz am Hohenzollernring. Vor Freude über die unverhoffte Finanzspritze „qualmte“ ihm der Kopf.

Den Pfeifenrauchern sagt man nach, sie seien Genussmenschen. Auf Rainer Duesmann könnte dies zutreffen, denn der 53-jährige Münsteraner freut sich, wenn er in aller Ruhe eine seiner 35 Pfeifen rauchen kann. So war es auch vor zwei Wochen, als ihn plötzlich eine E-Mail aus dem Südbadischen erreichte.

Peter, ein 78-jähriger passionierter Pfeifenraucher, der das Hobby aufgeben wollte, hatte verschiedene Filmchen von Rainer Dues­mann rund um das Pfeifen-Hobby im Internet gefunden. Das war der Grund, vermutet Duesmann, warum der 78-Jährige bei ihm angefragt habe, ob er seine Sammlung haben möchte?

Für Rainer Duesmann war es eine eher ungewöhnliche Nachricht. Aber schon eine Woche später stand das Paket mit 17 gebogenen Pfeifen in Münster. „Die Pfeifen sahen gebraucht aus, aber die Mundstücke waren sehr gut erhalten“, freut sich Duesmann.

Der 53-Jährige, der für sich eher die gerade Pfeifenform bevorzugt und nach eigenen Angaben kein Sammler ist, fotografierte die guten Stücke, die teilweise in Österreich hergestellt wurden, und bot diese im Netz an.

Mit seiner Frau hatte sich Rainer Duesmann überlegt, dass der Erlös für das Johannes-Hospiz bestimmt sein soll. Alle 15 Käufer haben bezahlt, Rainer Duesmann rundete die Summe auf. Sein Chef von der Firma Heyden in Rheine spendierte Verpackung und Transport. Pfeifenfreund Jean Panzer legte schließlich noch 500 Euro auf die ersteigerte Summe drauf.



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