Di., 17.04.2018

Voice-Day am Uniklinikum Ausdruck der Persönlichkeit

Dr. Dirk Deuster, Leitender Oberarzt der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie (l.), informiert mit Prof. Dr. Michael Zitzmann, Endokrinologe am Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie (CeRA), über den „Klang des Testosterons“

Dr. Dirk Deuster, Leitender Oberarzt der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie (l.), informiert mit Prof. Dr. Michael Zitzmann, Endokrinologe am Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie (CeRA), über den „Klang des Testosterons“ Foto: UKM / Jean-Marie Tronquet

Münster - 

Beim internationalen „World Voice Day 2018“ informieren Experten am Donnerstag (19. April) ab 18.30 Uhr im Heeremanschen Hof über die Bedeutung der Stimme und den Einfluss von Testosteron auf ihren Klang.

Eine Stimme vermittelt mehr als bloße Worte, denn in ihr spiegeln sich Alter, Geschlecht und auch Gefühle wider – sie ist Ausdruck der Persönlichkeit. Manchmal kann das jedoch auch trügerisch sein, wie beispielsweise bei Männern mit einer Hormonstörung. Anlässlich des internationalen „World Voice Day 2018“ informieren Experten des Universitätsklinikum Münster (UKM) und der Musikhochschule Münster am Donnerstag (19. April) ab 18.30 Uhr im Heeremanschen Hof, Königsstraße 47, über die Bedeutung der Stimme und den Einfluss von Testosteron auf ihren Klang.

„Das Hormon Testosteron hat einen großen Einfluss auf die Stimme, denn es bringt den Kehlkopf zum Wachsen und sorgt somit für den markanten, tiefen Klang bei Männern“, erklärt Dr. Dirk Deuster, Leitender Oberarzt der Klinik für Phoniatrie und Pädaudiologie des UKM. „Ohne Testosteron kommt man deshalb nicht in den Stimmbruch, und die Stimme bleibt erhöht – wie bei Jungen“, ergänzt der Hormonspezialist Prof. Dr. Michael Zitzmann, Endokrinologe am „Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie“ (CeRA) des UKM.

So war es auch bei Daniel H. (Name von der Redaktion geändert). „Erst dachte ich, ich sei ein Spätzünder, aber nach und nach wurde mir bewusst, dass die Pubertät bei mir ausgeblieben ist“, sagt der heute 25-Jährige. Mit 21 Jahren fasste er den Entschluss etwas zu ändern und wendete sich an die Experten aus Münster. Im CeRA ist Daniel H. nun seit mehr als vier Jahren in Behandlung – erfolgreich. „Zuerst bekam ich Hormonspritzen, heute trage ich täglich ein Hormon-Gel auf“, erklärt der Kfz-Mechatroniker. „Aber endlich bin ich zum Mann geworden – inklusive einer männlichen Stimme.“

Wer mehr über Sängerkastraten oder den „Klang des Testosterons“ erfahren und einem Countertenor zuhören möchte, kann dies am Donnerstag bei der Veranstaltung tun.



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