Do., 03.03.2016

Mehrgenerationenhaus übergibt Medienboxen für Flüchtlingskinder Spielerisch im Alltag ankommen

Mit den Medienboxen können die Kinder spielerisch in ihre neue Welt und die neue Sprache eintauchen. Dies bietet die Möglichkeit, die neue Kultur ganz ungezwungen kennenzulernen.

Mit den Medienboxen können die Kinder spielerisch in ihre neue Welt und die neue Sprache eintauchen. Dies bietet die Möglichkeit, die neue Kultur ganz ungezwungen kennenzulernen. Foto: Hans Lüttmann

Saerbeck - 

„Willkommen in Deutschland. Mit Freunden gemeinsam lesen, basteln und spielen“, steht auf den beiden großen Boxen, die Brigitte Wolff-Vorndieck vom Mehrgenerationenhaus und Alfons Bücker, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, am Donnerstag mit in die Grundschule gebracht haben. Wo sie von einem knappen Dutzend fröhlicher Flüchtlingskinder mit einem lustigen Begrüßungslied willkommen geheißen werden. Gelernt haben sie es von Inge Vark, die ihnen, zusammen mit Müttern und Ehrenamtlichen hilft, im deutschen Alltag anzukommen. Eine beinahe unverzichtbare Stütze ist ihr dabei Kamar Mardnli, die beim Übersetzen hilft.

Von Hans Lüttmann

Bücher, CDs und Spiele, Malstifte und Bastelmaterial – darüber freuen sich alle Kinder, egal woher sie kommen. Eine fremde Sprache oder Kultur lernt sich doch viel leichter, wenn man sich ihr spielerisch nähern kann. Und weil Integration nun mal ganz wesentlich über Sprache funktioniert, gibt es diese Medienboxen, die das Bundesfamilienministerium gemeinsam mit der Stiftung Lesen zusammengestellt hat.

„Willkommen in Deutschland. Mit Freunden gemeinsam lesen, basteln und spielen“, steht auf den beiden großen Boxen, die Brigitte Wolff-Vorndieck vom Mehrgenerationenhaus und Alfons Bücker, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, am Donnerstag mit in die Grundschule gebracht haben.

Wo sie von einem knappen Dutzend fröhlicher Flüchtlingskinder mit einem lustigen Begrüßungslied willkommen geheißen werden. Gelernt haben sie es von Inge Vark, die ihnen zusammen mit Müttern und Ehrenamtlichen hilft, im deutschen Alltag anzukommen. Eine beinahe unverzichtbare Stütze ist ihr dabei Kamar Mardnli, die beim Übersetzen hilft.

Nun also die Medienboxen, die das Bundesfamilienministerium an 230 jener Mehrgenerationenhäuser geschickt hat, die Flüchtlingsfamilien unterstützen; deshalb war Saerbeck eine wichtige Adresse, da muss man nur an das „Heim-Art“-Projekt denken (das gleich noch einmal vorkommt).

Die Bücher wurden auf Vorschlag der Stiftung Lesen in die Boxen gepackt. „Geschichten öffnen Türen“ schreibt die Stiftung zu den textfreien Bilderbüchern, Wörter- und Bilderkarten sowie Spielbüchern, darunter Titel wie „Zuhause kann überall sein“ und „Vielleicht dürfen wir bleiben“.

Einen wichtigen Beitrag dazu leistet auch die ökumenische Flüchtlingshilfe in Saerbeck, für die Werner Heckmann von Brigitte Wolff-Vorndieck einen Umschlag bekam. Darin: 220 Euro, gesammelt bei der Video-Präsentation „Heimat – die Zweite“ über das „Heim-Art“-Projekt und Barkindho Diallos Weg nach Saerbeck.

Huch! Beinahe vergessen, aber hier kommt er noch: der Frosch, eine Handpuppe, die Brigitte Wolff-Vorndieck dabei half, den Kindern zu erklären, warum sie an diesem Morgen Besuch von den Erwachsenen bekommen und was es mit den Plastikkisten auf sich hat. Ein Frosch, dem noch ein Name fehlt. „Aber den“, sagt Inge Vark, und alle Kinder nicken fleißg zu, „den finden wir schon noch.“



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