Do., 22.09.2016

Betreuung von Grundschülern OGS ist an der Kapazitätsgrenze

In der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) erläuterte die Leiterin Melanie Mersmann (rechts) Anmeldezahlen und Raumsituation.

In der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) erläuterte die Leiterin Melanie Mersmann (rechts) Anmeldezahlen und Raumsituation. Foto: Alfred Riese

Saerbeck - 

Es könnte eng werden in der Offenen Ganztagsgrundschule (OGS) und der Kurzbetreuung, wenn im Herbst das Wetter schlechter wird. Angesichts von Rekordzahlen bei den Anmeldungen warnte OGS-Leiterin Melanie Mersmann im Schulausschuss vor Raum-Engpässen.

Von Alfred Riese

Im zehnten Jahr ihres Bestehens hat die Offene Ganztagsgrundschule (OGS) zum Schuljahresbeginn noch einmal alle rechtzeitig angemeldeten Grundschüler aufgenommen. „Zwei Nachzügler stehen allerdings auf einer Warteliste“, berichtete OGS-Leiterin Melanie Mersmann am Dienstagabend dem Schulausschuss beim Ortstermin. Mit 125 Kindern in der Ganztagsbetreuung bis maximal 16.30 Uhr sei man an der räumlichen Kapazitätsgrenze. Alleine die Hälfte der Erstklässler, 38 Kinder, würden die OGS besuchen, sagte Melanie Mersmann. Die Kurzbetreuung bis 13.25 Uhr besuchen zusätzlich 51 Kinder. Das sind Rekordzahlen bei steigender Tendenz trotz sinkender Kinderzahlen. „Der Bedarf wird hoch bleiben“, glaubt die OGS-Leiterin.

Zurzeit ist die Kurzbetreuung in einen der beiden Englischräume der St.-Georg-Grundschule ausgelagert, der dafür neu ausgestattet wurde. Bei schlechtem Wetter nehme man den zweiten Englischraum hinzu. Wegen unterschiedlicher Unterrichtsschlusszeiten würden sich so maximal 33 Kinder gleichzeitig in einem Raum aufhalten, sagte Melanie Mersmann. Mit Sarah Ortmeier, der stellvertretenden Grundschulleiterin, war sie sich einig, dass es ab Herbst bei schlechtem Wetter und ohne das Außengelände in OGS wie Kurzbetreuung eng werden könnte. Sarah Ortmeier gab gleichzeitig zu bedenken, dass die Englischräume mit ihrer technischen Ausstattung der Schule in der fünften und sechsten Stunde fehlen. „Der Winter wird eine Herausforderung“, sagte die OGS-Leiterin voraus. Man hoffe darauf, dass bald die provisorischen Flüchtlingsunterkünfte in einer Sporthalle und drei weiteren Sporträumen aufgelöst werden. Zurzeit habe die OGS gerade einmal eine Hallenstunde zur Verfügung, viel zu wenig. Das Wort Anbau fiel nicht, stand aber ungenannt im Raum.

Die Integration von zurzeit zehn Flüchtlingskindern laufe „sehr positiv“, berichtete Melanie Mersmann. In der Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt wünsche man sich die nicht mehr finanzierten, zusätzlichen Tagesgruppen mit ihrer erhöhten Förderung besonderer Bedarfe zurück. Auch angesichts von 17 Lehrerstunden wöchentlich in der OGS-Hausaufgabenbetreuung lobten OGS- und Grundschulleitung gegenseitig die Zusammenarbeit. Im Bereich des gemeinsamen Lernens, also von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, meldete Melanie Mersmann für die OGS 13 Schüler mit der entsprechenden Anerkennung. „Die Dunkelziffer ist aber deutlich höher“, benannte sie als Problem.

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