Fr., 23.09.2016

ARD-Magazin „Panorama“ wirft Saerbecker Züchter „massive Tierschutzverletzungen“ vor Erschütternde Fernsehbilder

Wer den Panorama-Bericht verpasst hat, kann die Infos dazu auch im Internet in der ARD-Mediathek nachholen.

Wer den Panorama-Bericht verpasst hat, kann die Infos dazu auch im Internet in der ARD-Mediathek nachholen.

Saerbeck - 

Kaum zu ertragende Bilder zeigte das ARD-Magazin „Panorama“ am Donnerstag in einer Reportage über angeblich massive Tierschutzverletzungen – in einem Saerbecker Schweinemastbetrieb: Tiere mit offenen Wunden, vollgekotete Buchten, Schweine husten, haben rote und vereiterte Augen. Und wegen der schlechten Luft hätten sie sich kaum im Stall aufhalten können, sagt einer der Filmemacher der Tierschutz-Aktivisten „Animal Rights Watch“ (Ariwa), die im vergangenen Jahr heimlich in den Ställen gefilmt haben.

Von Hans Lüttmann

Kaum zu ertragende Bilder zeigte das ARD-Magazin „Panorama“ am Donnerstag in einer Reportage über angeblich massive Tierschutzverletzungen – auch in einem Saerbecker Schweinemastbetrieb: Tiere mit offenen Wunden, vollgekotete Buchten, Schweine husten, haben rote und vereiterte Augen. Und wegen der schlechten Luft hätten sie sich kaum im Stall aufhalten können, sagt einer der Filmemacher der Tierschutz-Aktivisten „Animal Rights Watch“ (Ariwa), die im vergangenen Jahr heimlich in den Ställen gefilmt haben.

Sie gehören Paul Hegemann, dem Vorsitzenden des Zentralverbandes der Deutschen Schweineproduktion (ZDS). Der die Fernsehbilder am Telefon nicht kommentieren mochte, aber immerhin so viel sagte: „Ich habe den Film vorher nicht gesehen, ich kann im Moment noch nichts dazu sagen, werde aber noch öffentlich dazu Stellung beziehen.“

Freitagmittag faxte der ZDS-Vorstand folgende, abgestimmte Stellungnahme an unsere Redaktion: „Grundsätzlich bedauern wir das Entstehen solcher Bilder, die es in einer tierwohlgerechten Schweinehaltung zu vermeiden gilt.

Generell finden im Rahmen der Eigenkontrolle täglich Stallrundgänge statt, um beispielsweise das Auftreten von Krankheiten frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Das Entstehen dieser Bilder vom März vergangenen Jahres erklärt sich durch akuten Kannibalismus (Schwanzbeißen) und entsprechende Verletzungen, die tierärztlich behandelt worden sind. Ergänzend wurde zusätzliches Beschäftigungsmaterial in den Buchten eingesetzt. Leider hat die Behandlung nicht zu dem erhofften Erfolg geführt.

Außerdem gab es ein lnfektionsgeschehen mit hieraus resultierenden Augenentzündungen. Auch hier ist eine tierärztliche Behandlung erfolgt. In dem Betrieb findet monatlich ein vorsorglicher Tierarztbesuch statt.

Die auf den Bildern erkennbaren Verschmutzungen resultieren aus der Verfütterung von Nebenprodukten der Backwarenindustrie seit dem Frühjahr 2015. Zwischenzeitfich wurde das Futter in der Zusammensetzung angepasst, um die Verschmutzung zu reduzieren. Herr Hegemann bedauert die Vorfälle.“

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