Mi., 30.11.2016

Dirigenten-Wechsel Bammler übergibt den Taktstock an Krause

Lutz Bammler (links), ehemaliger Chef des Kolping-Blasorchesters und sein Nachfolger Uwe Krause beraten sich in der Probe.

Lutz Bammler (links), ehemaliger Chef des Kolping-Blasorchesters und sein Nachfolger Uwe Krause beraten sich in der Probe. Foto: Tünde Kalotaszegi-Linnemann

saerbeck - 

Die Kolping-Bläser haben einen neuen Dirigenten. Lutz Bammler hat den Taktstock an Uwe Krause, ebenfalls gelernter Militärmusiker und auch sonst mit seinem Vorgänger verbunden, übergeben. Krause sieht sich in einen sehr guten Orchester angekommen und mag einen Mix aus Sinfonischem, anspruchsvoller Unterhaltung und Konzert-Pop.

Was ist denn da los? Kaum ist Severin Matthes, ehemaliger Chorleiter, Organist und Küster in St. Georg, verabschiedet und dessen Nachfolger Christoph Brehm begrüßt worden, hat auch das Kolping-Blasorchester einen neuen Chef.

Erst im Februar 2015 übernahm Lutz Bammler das Orchester und hat mit seinen Musikern viel künstlerisch und technisch gearbeitet, was das Zusammenspiel auf ein beachtliches Niveau brachte. Aber nach gut 19 Monaten war alles wieder vorbei.

Was ist also passiert? So paradox es spontan klingen mag, Bammler hat eine neue Aufgabe in einem völlig anderen Bereich gefunden, wie er am Rande einer Probe erzählt. Ob das der einzige Grund war, erklärte er selbst: „Wir haben zusammen sehr viel erreicht, aber man muss auch einsehen können, wenn unsere gegenseitigen Erwartungen nicht ganz konform gehen. Bestimmt liegt es in erster Linie an mir, denn ich bin in manchen Dingen recht ungeduldig.“

Na, jedenfalls haben sich beide Seiten im Guten getrennt. Eine Empfehlung hat er noch für die Bläser: „Sie müssen definieren, was Sie wollen; entweder nur Spaß haben, egal wie es klappt, oder dass es Musik wird.“

Damit es weiterhin Musik wird, dafür hat er schon gesorgt, indem er Uwe Krause als seinen Nachfolger vorgeschlagen hat. Die beiden kennen sich seit vielen Jahren, kommen aus dem Bereich der Militärmusik, haben unter anderem Schlagzeug studiert, besuchten gemeinsam das Moskauer Tschaikowski-Konservatorium und haben zeitweise sogar zusammen gewohnt.

Der aus Brandenburg stammende Uwe Krause leitete einst das Stabsmusikkorps der Volksarmee in Rostock, später das Marinemusikkorps-Ostsee in Kiel. Hauptberuflich ist der 55-Jährige als Komponist und Arrangeur für das Landespolizeiorchester NRW tätig. Nebenbei betreut er kleinere Blaskapellen.

Als Lutz Bammler ihn gefragt hatte, habe er sofort zugesagt. „Ich habe den Eindruck, dass ich ein sehr gutes Orchester mit vielen Stärken habe. Ich mag es sehr, wenn das Programm aus einem Mix von sinfonischer Musik, anspruchsvoller Unterhaltungsmusik und konzertanter, also übungsintensiver Popmusik besteht“, verriet er.

Genauso sieht das Programm für die bevorstehenden Weihnachtskonzerte am 11., 17. und 18. Dezember in der Bürgerscheune aus. Wunderschöne Schnulzen wie in Irving Berlins „Christmas“, sowie das Potpourri „Highlights der Klassik“ mit Themen aus Tschaikowskis erstem Klavierkonzert und Beethovens fünfter Sinfonie. „Flashing Winds“ dirigiert dann aber Lutz Bammler.



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