Fr., 29.09.2017

Probealarm am 14. Oktober / Gemeinde testet Reichweite mobiler Warngeräte Bald heulen wieder die Sirenen

Ines Reinermann  und Wehrleiter Udo Meiners mit einer der mobilen Sirenen, die am 14. Oktober getestet werden.

Ines Reinermann  und Wehrleiter Udo Meiners mit einer der mobilen Sirenen, die am 14. Oktober getestet werden. Foto: Ulrich Gunka

saerbeck - 

Ob und wie gut das funktioniert, wird am Samstag, 14. Oktober getestet: Punkt 11 Uhr heulen die Sirenen in Saerbeck. „Kein Anlass zur Sorge“, sagt Ines Reinermann, „es ist nichts passiert; aufhorchen sollte man aber trotzdem. Wir möchten wissen, ob und wo man die Sirenen gehört hat. Der Hintergrund des Probealarms ist, herauszufinden, wie weit die Abdeckung reicht und wo es unter Umständen Lücken gibt. Erstens wollen wir testen, ob die Sirenen funktionieren. Laufen alle Sirenen an? Der zweite Grund ist natürlich, dass sich die Bürger in Saerbeck den Heulton vergegenwärtigen und sich daran gewöhnen.“

Von Hans Lüttmann

Viele haben auch heute das Heulen noch im Ohr, wenn die Feuerwehrleute zum Löscheinsatz gerufen wurden. Man hört es aber schon seit Jahren überhaupt nicht mehr, weil die Wehrmänner über Pieper alarmiert werden, ohne dass den Bürgern gleich der Schreck in die Knochen fährt. Auch den Probealarm von früher, immer mittags am ersten Samstag im Monat, gibt es nicht mehr; und schließlich wurden die Sirenen auf den Dächern abgebaut.

„Die Erfahrung der Vergangenheit hat aber gezeigt, dass es ohne diese Technik nicht geht“, schreibt Ines Reinermann vom Ordnungsamt in einer Pressemitteilung, „Im Katastrophenfall, erinnert sei an das Schneechaos am ersten Adventswochenende 2005, können Mobilfunknetze ausfallen. Sirenen funktionieren immer und sind der sicherste Weg, die Bevölkerung auf Gefahr hinzuweisen.“

Deshalb sollten am Tag des Problemalarms möglichst viele Saerbecker mitteilen, an welcher Stelle im Ort sie die Sirenen gehört haben. Dazu hat das Ordnungsamt extra die Telefonnummer 02574/89-599 geschaltet, bei der man sich zwischen 11 und 12.30 Uhr melden kann. Auch für Hinweise per Mail ist das Ordnungsamt dankbar, dafür ist die Mailadresse ordnungsamt@saerbeck.de eingerichtet worden. Dabei werde selbstverständlich der Datenschutz gewahrt.

Die Gemeinde Saerbeck verfügt über drei mobile Sirenen, zwei gehören der Gemeinde, eine hat der Kreis leihweise zur Verfügung gestellt. Alle drei werden an dem Samstag im Einsatz sein. Die Daten über die Reichweite sind Grundlage, um bei Bedarf weitere Sirenen anzuschaffen. Das Land hat ein entsprechendes Förderprogramm aufgelegt. Der Kreis Steinfurt hat schon angekündigt, auch für Saerbeck eine stationäre Sirene anzuschaffen.

Zur Ergänzung noch dieser Hinweis: Die Sirene wurde 1819 von dem französischen Physiker Charles Cagniard de la Tour erfunden. Der Name leitet sich von dem weiblichen Fabelwesen der griechischen Mythologie ab, das durch betörenden Gesang vorbeifahrende Seefahrer anlockte, um sie zu töten.

Zum Thema

Wer mehr dazu wissen möchte, kann sich im Internet informieren unter www.kreis-steinfurt.de/kv_steinfurt/Ressourcen/Sirenenflyer.pdf



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