So., 01.10.2017

Heimatverein ruft auf zum Arbeitseinsatz in Bertlings Haar Die Heide muss entkusselt werden

Bertlings Haar,  das letzte größere zusammenhängende Heidestück in Saerbeck.Und so kommt man hin:  Ganz in der Nähe des Bioenergieparks, am Wigger Damm, liegt Bertlings Haar.

Bertlings Haar,  das letzte größere zusammenhängende Heidestück in Saerbeck.Und so kommt man hin:  Ganz in der Nähe des Bioenergieparks, am Wigger Damm, liegt Bertlings Haar. Foto: prf

Saerbeck - 

Bertlings Haar muss entkusselt, also von jungen Birkentrieben und Brombeersträuchern befreit werden. Dazu sucht der Heimatverein noch Freiwillige, die m,ithelfen wollen, das letzte größere zusammenhängende Heidestück Saerbecks zu erhalten.

Bertlings Haar muss entkusselt, also von jungen Birkentrieben und Brombeersträuchern befreit werden. Dazu sucht der Heimatverein noch Freiwillige, die mithelfen wollen, das letzte größere zusammenhängende Heidestück Saerbecks zu erhalten.

Am Samstag, 14. Oktober, sollen die Arbeiten um 14 Uhr beginnen. Für einen kleinen Imbiss und Getränke wird gesorgt. Betreut und beraten werden die Entkussler dabei von der Biologischen Station Steinfurt und Dr. Georg Berkemeier.

Entstanden ist die Idee durch einen Fernsehbeitrag im NDR, in dem über das Entkusseln in Amelinghausen berichtet wurde. Dort ist es schon Tradition, einmal jährlich die Heide zu pflegen; auch im Emsdettener Venn wird regelmäßig entkusselt, dafür sorgen dei „Vienndüwels“.

Große Teile des Saerbecker Gemeindegebiets waren einst mit Heideflächen bedeckt. Hermann Berg, der Saerbecker Heimatforscher, schrieb 1962 in seiner „Kleinen Heimatkunde der amtsfreien Gemeinde Saerbeck“: Von den 3550 Hektar Heide und Ödland zur Mitte des 19. Jahrhunderts sind nur noch 600 Hektar übrig gebelieben. Heute ist von der Saerbecker Heide nur noch das kleine 2,2 Hektar große Naturschutzgebiet Bertlings Haar im Nordwesten der Gemeinde übrig. Wildgras-Bewuchs, Kiefer- und Birkenbestand wuchern und gefährden das kleine Paradies. Der Heimatverein unternimmt seit einigen Jahren Anstrengungen, es zu retten, damit auch spätere Generationen sich ein Bild davon machen können.



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