Do., 05.10.2017

SPD weist Vorwürfe der Schulkamp-Anlieger entschieden zurück „Attacke auf den ganzen Rat“

 

  Foto: spd

Saerbeck - 

„Der Vorwurf eines ,reinen Gefälligkeits-Bebauungsplans empört uns als SPD“, erklärte Thomas Tetenborg, stellvertretender Vorsitzender des Ortsverbands. „Zu keinem Zeitpunkt haben wir an irgendeiner Stelle gekungelt“, stellte Felix Wannigmann, örtlicher SPD-Vorsitzender und Ratsmitglied, fest. Er steht weiter hinter dem Beschluss, für den seine Fraktion in der jüngsten Ratssitzung stimmte. Gegen diese Änderung des Bebauungsplans „gab es von den Anwohnern zu keiner Zeit nachvollziehbare Einwände“, so sah es Thomas Tetenborg.

Von Alfred Riese

Gefälligkeits-Bebauungsplan, Unmündigkeit, Versagen: Mit diesen Worten bezeichneten Anlieger des Schulkamps den Beschluss des Gemeinderats, aus einer früheren Spielplatzfläche ein Mischgebiet für Wohnen und wohnverträgliches Gewerbe zu machen. „Wir verwahren uns gegen diese Vorwürfe in dem Schreiben der Schulkamp-Anwohner“, hielten am Mittwochabend Thomas Tetenborg und Felix Wannigmann von der Saerbecker SPD während des monatlichen öffentlichen Stammtisches der Genossen im „Markt 23“ dagegen.

„Der Vorwurf eines reinen Gefälligkeits-Bebauungsplans empört uns als SPD“, erklärte Thomas Tetenborg, stellvertretender Vorsitzender des Ortsverbands. „Zu keinem Zeitpunkt haben wir an irgendeiner Stelle gekungelt“, stellte Felix Wannigmann, örtlicher SPD-Vorsitzender und Ratsmitglied, fest. Er steht weiter hinter dem Beschluss, für den seine Fraktion in der jüngsten Ratssitzung stimmte. Gegen diese Änderung des Bebauungsplans „gab es von den Anwohnern zu keiner Zeit nachvollziehbare Einwände“, so sah es Thomas Tetenborg. Das Thema Spielplatzfläche nimmt er da allerdings aus. Genau hier sei ja auch „die Verwaltung beauftragt worden, Lösungsvorschläge zu erarbeiten“, betonte er. Tetenborg wie Wannigmann bewerteten das Schreiben der Schulkamp-Anlieger als Attacke gegen den gesamten Gemeinderat.

Diese Zeitung hatte in der Samstagsausgabe über dieses Schreiben berichtet. Die Anwohner reagieren damit auf einen Beschluss des Rats vom 21. September. Gegen die Änderung waren Anlieger auch im Rahmen des Planverfahrens vorgegangen. Sie hatten sich mit ihren Kritikpunkten auch hinsichtlich möglicher Lärmbelastungen aber nicht durchsetzen können.

Das Thema Schulkamp war allerdings beim SPD-Stammtisch nicht das beherrschende. Dafür lag die Bundestagswahl noch nicht lange genug zurück. „Man hat vermutet, dass es kein tolles Ergebnis wird, aber dass es gegen 20 Prozent geht, hat uns doch überrascht“, gab Thomas Tetenborg zu. Die sofortige Absage an eine neue große Koalition fand er gut. Er bescheinigte dem SPD-Kandidaten Jürgen Coße trotz des Ergebnisses „einen tollen Wahlkampf“, gestand aber auch ein: „Wir haben uns zu wenig mit der AfD und ihren Wählern beschäftigt.“

Felix Wannigmann erklärte „aus Protest AfD zu wählen, ist nicht der richtige Weg.“ Sein Stellvertreter als SPD-Vorsitzender sprach davon, dass „sich mit der AfD auseinanderzusetzen eine Gratwanderung“ sei. „Wenn normale Menschen mit dieser Partei sympathisieren, muss man aber mit denen reden“, sagte er.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5202143?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686837%2F