Di., 06.02.2018

Südhoek-Dreieck Wolters will eine Schippe drauflegen

Abgegrabener Sand und Aushub zum Auffüllen liegen auf der Fläche im Dreieck von Südhoek und B 219 nebeneinander.

Abgegrabener Sand und Aushub zum Auffüllen liegen auf der Fläche im Dreieck von Südhoek und B 219 nebeneinander. Foto: Alfred Riese

Saerbeck - 

Einen kräftig höher gelegten Acker könnte es demnächst in Saerbeck geben, dort wo die Firma Wolters zurzeit im Dreieck zwischen Südhoek und B 219 eine Sandabgrabung betreibt.

Von Alfred Riese

Das große Loch, das dabei entsteht, macht Wolters nach und nach wieder voll mit Aushub aus Baugruben. Davon hat das Unternehmen allerdings so viel, dass es im Südhoek-Dreieck über das ursprüngliche Bodenniveau hinaus will. Den Antrag auf fünf Meter mehr zog Wolters 2016 zurück, als der Gemeinderat Nein sagte. Der zweite Anlauf mit nur noch drei Metern zusätzlich fand jetzt im Planungsausschuss die Zustimmung einer Mehrheit von CDU und Grünen.

Deren einzige Sorge war die Entwässerung. Die sei Sache des Antragstellers und werde vom Kreis als der Genehmigungsbehörde geregelt, erklärte Bauamtsleiter Andreas Fischer. Für die UWG beklagte deren Fraktionssprecherin Mechthild Lüggert, dass „Wolters immer eine Schippe drauflegen“ wolle. Sie bezog sich auf die Fläche für den ökologischen Ausgleich für die Abgrabung, die in Westladbergen am Andruper Weg liegt. Bereits dort durfte die Firma drei Meter hoch aufschütten. Bei Starkregen sei die Böschung herunter gekommen, hielt Lüggert, anders als die CDU, an deren Entwässerungsbedenken fest. Für die aktuell beantragte Aufschüttung will Wolters neben einer Versickerungsmulde am Südhoek zusätzlich eine Flächendrainage einbauen. Die Gemeindeverwaltung gab hier zu bedenken, dass dauerhafte Nässe der Südhoek-Allee schaden könne. Die Flächendrainage müsse zudem erst den Praxistest bestehen. Außerdem wies Bauamtsleiter Fischer darauf hin, dass die drei Meter mehr vom Niveau der Bundesstraße gezählt werden. Vom Südhoek aus gesehen seien es in 30 Metern Anstand bis zu 4,5 Meter mehr.

Formal geht es darum, dass die Gemeinde Saerbeck dem zuständigen Kreis Steinfurt das Einvernehmen erteilt. Endgültig könnte das der Rat in seiner Sitzung am heutigen Mittwoch tun (18 Uhr, Rathaus).



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