Fr., 09.02.2018

Eichengrund „Wir machen das jetzt“

Theodor Bruckmann ist einen großen Schritt näher gekommen, sein Konzept umzusetzen.

Theodor Bruckmann ist einen großen Schritt näher gekommen, sein Konzept umzusetzen. Foto: Hans Lüttmann

Saerbeck - 

Der Landgasthof Bruckmann im Eichengrund ist einen guten Schritt näher an seinem Ziel, Räumlichkeiten und Angebot auszubauen und so wirtschaftlich arbeiten zu können.

Von Alfred Riese

Der Gemeinderat stimmte am Mittwochabend mehrheitlich einer Änderung des Bebauungsplans für das „Sondergebiet Freizeit und Erholung“ zu. Die ist für den Kreis als zuständiger Behörde die Grundlage, um über eine Baugenehmigung für die Familie Bruckmann zu entscheiden. „Wir machen das jetzt“, erklärte Theodor Bruckmann am Donnerstag auf Anfrage dieser Zeitung. Zwischenzeitlich waren ihm und seinen Kindern als Betreibern der Gastronomie Zweifel gekommen, ob das seit einem Jahr laufende Verfahren noch zu einem passenden Ende kommt.

Während dieses Verfahrens war die UWG immer kritischer und zugleich hartnäckiger geworden. Auch in der Ratssitzung argumentierte die Vorsitzende Mechthild Lüggert noch einmal mit „Widersprüchen beim Verkehr, die aufgeklärt werden müssen“ und unklaren Folgen einer Bebauungsplanänderung und stellte insbesondere die Parkplatz- und die Anfahrtsfrage über den zurzeit schmalen Wirtschaftsweg in den Mittelpunkt. Auch wichtig für die UWG: Bestehende landwirtschaftliche Betriebe und der Pferdehof direkt nebenan sollten keine Einschränkungen in ihren Entwicklungsmöglichkeiten erleiden. Lüggert befürchtet besonders wegen möglicher „Großveranstaltungen“ nun Nachbarschaftsstreitigkeiten. Ihr Antrag auf Vertagung und Anhörung sowohl des Verkehrsexpertens wie auch des Kreises Steinfurt als Genehmigungsbehörde scheiterten allerdings.

Zwischenzeitlich hatte sich noch der Landwirtschaftliche Ortsverein eingeschaltet. Er forderte unter anderem ein Parkverbot auf dem Wirtschaftsweg Eichengrund und ein Verbot von Feuerwerk am Landgasthof und bewertete den „Schutz von landwirtschaftlichen Betrieben im Außenbereich“ als ein „sehr hohes Gut“.

Die Probleme sahen grundsätzlich die anderen Fraktionen auch so, zogen aber von Anfang an andere Schlussfolgerungen. Die CDU entschärfte die Diskussion um die Zufahrt zum Landgasthof mit ihrem Antrag, den Wirtschaftsweg sofort von 3 auf 4,5 Meter asphaltierte Breite auszubauen, der mit der SPD eine Mehrheit fand. Park- und Feuerwerksverbote seien mit dem Ordnungs-, nicht mit dem Baurecht zu regeln, erklärte Bürgermeister Wilfried Roos.

„Wir haben die ganze Zeit das Gespräch mit unseren Nachbarn gesucht. Wir tun das jetzt weiter und hoffen auf positive Resonanz“, sagte Theodor Bruckmann am Donnerstag.



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